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Wie viele Bit braucht man - 8, 12, oder 14?

Darrell Young (DigitalDarrell)


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Die meisten avancierten Kameras können JPEG-, TIFF- und RAW (NEF)-Dateien abspeichern. Die Debatte über die passende Bit-Zahl geht in der Regel Hand in Hand mit der Bildformat-Debatte, welches allerdings nicht in diesem Artikel besprochen werden soll.

Dieser Artikel hat als Ziel eine einfache Sache – er versucht den mathematischen Aspekt der Bit-Tiefe der Bilder auf eine einfache Art und Weise zu erläutern, und zwar wie folgt:

Ein 8-Bit JPEG-Format kann über 16 Millionen Farben erfassen. Allerdings sind es pro RGB-Kanal nur 256 Eigenfarben. Das heißt 256-Mal rot (R), 256-Mal grün (G) und 256-Mal blau (B). Wenn man nun alle drei Kanäle verbindet (also alle Schattierungen, die man haben kann), so bekommt man 256 x 256 x 256 = 16.777.216 Farben.

Eine 12-Bit RAW-Datei kann 4.096 Farben pro RGB-Kanal oder über 68 Milliarden Farben umfassen. Wenn Sie also alle drei RGB-Kanäle kombinieren, so haben Sie 4.096 x 4.096 x 4.096 = 68.719.476.736 Farben.

Eine 14-Bit RAW-Datei kann 16.385 Farben pro RGB-Kanal, bzw. über 4 Billionen Farbtöne enthalten. Wenn Sie die RGB-Kanäle kombinieren, so bekommen Sie 16.385 x 16.385 x 16.385 = 4.398.851.866.625 Farben.

Eine JPEG-Datei kann ein hohes Maß an Farbkompression enthalten, während die passende Lichtdichte immer noch eingehalten wird, so dass das Bild gut aussieht. Es kann bloß nicht immer wieder ohne Kompressionsverluste verändert und neu gespeichert werden.

Ich würde die Bildaufnahmen in einem 14-Bit RAW-Modus machen, um von all den potentiellen Bit-Farbenspeicher zu profitieren (in Bereichen, wo sie gebraucht werden), und dann später die Datei aus meinem RAW-Container in eine JPEG-Datei konvertieren. Diese Vorgangsweise ist besonders wichtig, wenn man die Daten aus niederwertigen Bit (dunklere Bereiche auf dem Bild) zu benutzen plant, um den maximalen Dynamikumfang zu erreichen. Ich ziehe die 14-Bit RAW-Datei auch dann vor, wenn ich die entsprechende Zeit für die Nachbearbeitung der Bilder habe – eine Notwendigkeit bei den Aufnahmen der kommerziellen Art.

Die Antwort darauf, welche der 8 -, 12 -, oder 14-Bit Dateien besser optisch aussieht, wird wohl immer besonders subjektiv bleiben, da wir alle unterschiedlich sehen. In diesem Artikel spreche ich von der Farbigkeit. Gäbe es nicht die 4,3 Billionen Farben und würde man zum Beispiel einen roten Ballon auf einem schwarzen Hintergrund fotografieren, würde es dann überhaupt einen Unterschied ausmachen?

Wenn man aber eine herrliche Landschaft aufnimmt - mit den Farben aller Art und mit einem riesigen Dynamikumfang - so kann die Anzahl der Bit-Werte einen großen Unterschied beim optischen Endergebnis des Bildes ausmachen.

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Mir scheint die Konvertierung einer 14-Bit RAW- in eine 8-Bit JPEG-Datei auf dem Computer viel netter zu sein, als die direkte Ausgabe der 8-Bit JPEG-Datei aus der Kamera. Wenn Sie so viele Bit benutzen, welche nur von Ihrer Kamera bei den Aufnahmen ermöglicht werden, so werden Sie Bilder mit einer besonderen Qualität machen. Sollten Sie sich also für ein Meisterwerk durch die Konvertierung der Datei aus RAW in JPEG entschieden haben, so werden Ihnen mehrere Farbwerte zur Auswahl stehen und es kommt zu viel weniger Streifenbildung bei der finalen Bildkomprimierung.

Die Moral der Geschichte: Fotografieren und speichern Sie die Bilder als RAW-Datei; finden Sie sich die Zeit, extra Speicherplatz, einen gut kalibrierten Monitor, und dazu die Geduld und den Willen um eine gute Nachbearbeitungstechnik zu erlernen. Sie werden dann mit vielen Details aus den Schattenbereichen und mit einem ausgezeichneten Farbtonumfang belohnt, auch wenn Ihr finales Bild als JPEG-Datei gespeichert wird.

 

Und los weiter die Zeit festzuhalten …
Darrell Young

 

 

 

(2 Stimmen )

Erstellt am Oktober 16, 2014

Letzte Änderung am Dezember 9, 2014

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