Als Nikon-Liebhaber sind wir dennoch eigenständig und stehen in keiner Verbindung zur Nikon



Registrieren Login
Home Foren Artikel Galerien Members Galleries Master Your Vision Galleries 5Contest Categories 5Winners Galleries 5ANPAT Galleries 5 Die Gewinner Bild des Tages Portfolien Neueste Fotos Suchen Wettbewerb Hilfe News Newsletter Beitreten Mitgliedschaft erneuern Über uns Passwort verloren Kontakt Wettbewerbe Vouchers Wiki Apps THE NIKONIAN™ Für die Presse Fundraising Suchen Hilfe!
Mehr5

Kamera-Testberichte

Von der DSLR zur spiegellosen Systemkamera... und wieder zurück

Holger Wahl (Holger)


Keywords: digital, spiegellos, fujifilm, vergleich

Im Moment ist dieser Titel sehr beliebt: der Umstieg von der DSLR auf die kleine spiegellose Systemkamera. Spiegellose sind en vogue, hip, der letzte Schrei. Lange hiess es, ein Mini-Monitor komme nie an den grossen optischen Sucher einer Vollformat-DSLR heran, ähnlich, wie man sich um das Jahr 2000 herum noch ziemlich einig war, dass es noch gut 10 Jahre gehen würde (mindestens!), bis digitale Kameras die Qualität von Film würden erreichen können. Es dauerte dann allerdings nur noch 4 Jahre, und 10 Jahre später hatte Digital nicht nur lange schon die Qualtitä von Analog erreicht, sondern Analog mehr oder weniger dem Erdboden gleichgemacht. 

Die Frage Spiegellos oder DSLR gestaltet sich indes schwieriger. Während die Umstellung Analog zu Digital zwar neue Technik brachte, in der Regel jedoch auf bestehender Infrastruktur aufbauen konnte, vor allem den Objektiven, erfordern die Spiegellosen einen grundsätzlichen Systemwechsel: da der Spiegel fehlt und das Gehäuse dadurch sehr viel weniger tief ist als das einer DSLR (was ja auch das Ziel ist, da so die kleinen Abmessungen der Gehäuse zustande kommen), ist auch das Auflagemass der Objektive anders. Natürlich kann man alte Objektive nutzen, z.B. bei Sony, aber diese benötigen dann einen Adapter, der den Abstand zum Sensor wieder herstellt, und die Objektive damit auch länger und schwerer macht.

Der Wechsel zur Spiegellosen stellt daher fast immer auch einen Systemwechsel dar. Und so, wie man früher nicht ohne Grund das System gewechselt hat, sei es von der Spiegelreflex zur Leica, von Kleinbild auf Mittelformat, von Canon auf Nikon, so sollte man sich auch diesen Umstieg sehr gut überlegen. Denn es ist nicht alles Gold, was in den Marketingabteilungen so schön glänzt. Und wie beim "alten" Systemwechsel ist auch der neue immer mit Nachteilen verbunden. Am Ende entscheiden die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen, und natürlich auch das Bankkonto (und ggf. der Ehepartner). Dieser kleine Bericht soll zum Nachdenken anregen, bei den Wechselwilligen genauso so wie bei denen, die eigentlich zufrieden sind, aber befürchten, etwas zu verpassen.

 

Der Reiz der spiegellosen Systemkameras liegt vor allem in zwei Bereichen: weniger Gewicht und Grösse, bedingt durch die fehlende Spiegel-Mechanik. Und weniger Lärm, bedingt durch den fehlenden Spiegelschlag, den die DSLR nun einmal hat. Dazu kommt noch ein Detail, an das man nicht sofort denkt, das aber auch seinen Reiz hat: der Bildschirm im Sucher der Spiegellosen ermöglicht die Darstellung des Bildes exakt so, wie es später auf dem PC zu sehen ist. Vor allem Belichtungskorrekturen (hell/dunkel) und Weissabgleich können noch während der Aufnahme kontrolliert werden, in der DSLR ein Ding der Unmöglichkeit. Und statt Bilder erst am Computer in Schwarz-Weiss oder Sepia umzuwandeln, kann man sie hier schon im Sucher so betrachten (mit der Einschränkung, dass dies bei vielen Kameras nur bei JPG-Ausgabe auch umgesetzt wird, während die RAW-Dateien meist alle Farbinformationen behalten). Ein grosser Vorteil der spiegellosen Systemkameras ist zudem die Tatsache, dass sie weniger auffallen. Vor allem für Events, Hochzeiten und Street ist das ein grosser Vorteil, den früher die Leica M für sich zu reklamieren wusste.

Grössenvergleich Nikon D750 und Fujifilm X-E2

Um den Rest des Artikels zu lesen, melden Sie sich bitte an. Dieser Artikel ist für alle Silber, Gold und Platin Nikonians Mitglieder verfügbar. Falls Sie noch nicht registriert sind, klicken Sie bitte auf "Registration". Um die Nikonians-Welt und die mit der Mitgliedschaft verbundenen Vorteile zu entdecken, empfehlen wir Ihnen eine kurze Entdeckungstour.

3 Kommentare

Dieter Fröhling (Dieter_Wilhelm) am Oktober 10, 2015

Awarded for his wide variety of skills, a true generalist both in film and digital photography

Kann so trocken sagen, komme zur X-E2 aufgrund einer Testmöglichkeit (X-T1) während eines Walkes. Bildqualität und Größe/Gewicht haben doch mich überzeugt. Ich suchte vor allem eine "Amateurknipse" für Reisen. Jedoch sehe ich diese Kamera als Werkzeug für bestimmte Aufgaben (abends etc.) Und da ist sie sehr gut. Jedoch kann sie etwas was die M9 nicht kann, lange belichten und das Dunkelbild abschaltbar. Und da bin ich umgestiegen, nicht von der Nikon kommend :-) Und als weiteres System dazu. Und wie weit ich da "ausbaue", das wird noch kommen. Die Leica oder die Nikon kann die Fuji nicht ersetzen. Aber sinnvoll ergänzen. Für das was ich so mache ist das ok.

Benutzer am Februar 17, 2015

Sehr gut. So muss ich wirklich keine Experimente in dieser Richtung führen. War von Anfang an ziemlich sicher was das Fazit sein könnte. Der letzte Satz gefällt mir besonders gut: "Beide Punkte sollte Nikon nicht aus den Augen verlieren, andere Branchen haben gezeigt, wie schnell man vom Marktführer zum Nischenanbieter wird, wenn man nicht auf die Kunden hört." Genau auf diesem Scheitelpunkt steht jetzt Nikon, ziemlich nach dem Gleichgewicht suchend um nicht abzustürzen!

Burkhard Gudd (gucky) am Februar 15, 2015

Hallo Holger Du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht, die Speigellosen haben Vorteile, aber auch Nachteile! Wie Du schon richtig erwähnst ist das zur Zeit auch eine "In-Sache" Und manchen kommt es auch auf Größe und Gewicht an, aber andersrum, ist in der Streetfotografie das unauffällige Arbeiten (nach meiner Erfahrung) genauso wichtig wie die Abmessungen der Kamera und Objektiv. lg Gucky

G