Registrieren Login
Home Foren Artikel Galerien Members Galleries Master Your Vision Galleries 5Contest Categories 5Winners Galleries 5ANPAT Galleries 5 Die Gewinner Bild des Tages Portfolien Neueste Fotos Suchen Wettbewerb Hilfe News Newsletter Beitreten Mitgliedschaft erneuern Über uns Passwort verloren Kontakt Wettbewerbe Vouchers Wiki Apps THE NIKONIAN™ Für die Presse Fundraising Suchen Hilfe!
Mehr5

Zubehör-Testberichte Anleitungen

Epson Stylus Pro 3880 Testbericht

Thomas Berg (twberg)


Keywords: epson, stylus, 3880, drucker, anderer, hersteller

Seiten anzeigen (8 Seiten)

Inhalt

Einleitung
 
1
Teil 1 Das Gerät Epson Stylus Pro 3880
 
2
Beobachtungen zum Tintenstand
 
3
Druckqualität und Übereinstimmung mit der Proof-Vorschau von Photoshop
 
3
Beobachtungen zum Druckablauf
 
4
Bildzentrierung
 
4
Betriebspausen
 
4
Verbrauchsmaterialbeschaffung
 
4
Meine abschließende Meinung zum Epson Stylus Pro 3880
 
5
Teil 1.1 Mögliche Treiberinstallation im Detail betrachtet
 
6
Teil 2 Epson's neue Kunstdruck-Baumwollmedien Hot & Cold Press
 
7
Einbindung der Papierprofile ins Epson Print Plug-In für Photoshop
 
8
Schlussbemerkungen
 
8

 

Einleitung

Die Partnerschaft zwischen Nikonians und Epson bescherte mir erneut die Gelegenheit, eines der aktuellen Fotodrucker-Modelle, den Stylus Pro 3880, über mehrere Monate auf Herz und Nieren zu prüfen und von meinen Eindrücken und Erfahrungen zu berichten. Dafür möchte ich mich bei Epson Europe herzlich bedanken.

Was sie im Folgenden zu lesen bekommen ist ein Mix aus Endanwender-Erfahrungsbericht und Tutorial. Mein Ziel ist, Kaufinteressenten und Neubesitzern die Geräteinstallation, die Druckernutzung, die Vorzüge und die Schwächen des 3880 nahezubringen und Abläufe zu erläutern, die von mir erprobt sind, funktionieren und vor Druckerfrust schützen helfen.

Der Bericht gliedert sich in zwei eigenständige Teile: im ersten Teil geht es um das Gerät an sich und seine Nutzung, im zweiten Teil um die vier zur photokina 2010 neu vorgestellten Kunstdruckmedien "Hot Press" und "Cold Press". Das sind Baumwoll-Papiere erlesener Güte, mithin teuer und mit gewissem Frustpotential behaftet.

Allen ungeduldigen Lesern sei vorab schon mal gesagt, daß sowohl der Drucker als auch die neuen Press-Medien ganz hervorragende Ergebnisse abliefern können - wenn man alles richtig macht. Wer glaubt, Geräte und Medien dieser Preisklasse garantierten mühelose Topergebnisse, sei gewarnt: Der Pro 3880 druckt gnadenlos jeden Bildfehler aufs Papier und wer keine Lust auf Bildbearbeitung mit Farbmanagement hat sollte einen großen Bogen um die teuren Matt-Medien machen. Garbage in, garbage out. Gibt man sich Mühe, und die beginnt bereits bei der Fotoaufnahme (Stativ, Objektivwahl, Licht, …), wird man mit erstaunlichen Drucken belohnt. Quality in, quality out. Wie ich vorgegangen bin, um den Pro 3880 qualitativ auszureizen, lesen Sie auf den folgenden Seiten.


So, jetzt wird es aber Zeit, das aufgestellte Gerät einmal zu zeigen.

3880_1

Front

3880_2

Seite

Sämtliche elektrischen Anschlüsse befinden sich auf der Geräterückseite und die geraten niemals in Konflikt mit einer Wand, da der Drucker respektablen Wandabstand braucht, um vernünftig bedienbar zu sein. Ich rate - zumindest für die erste Zeit - zu einer freien Aufstellung aus folgendem Grund: für die großen Blätter im Format DIN A2 braucht man nicht nur beide Hände, sondern auch einen guten Stand mit Blick auf den Einzugsschacht und das geht am besten wenn man hinter dem Gerät steht oder zumindest seitlich freien Zugang hat. Nach dem ersten Druck will man ja vielleicht gleich ein zweites Blatt drucken; dann ist die Frontklappe schon auf, die Papierführung herausgezogen und dadurch entfaltet sich der Drucker soweit, daß selbst ein Dirk Nowitzki in vorgebeugter Haltung Schwierigkeiten haben würde, einen Bogen Papier von vorne sauber einzufädeln. Außerdem sollte das Printmedium während des Einzugsvorgangs nicht an einer Zimmerwand entlang reiben (und ganz sicher nicht an Rauhfasertapete) denn der Bogen wird während der Einfädelung vor- und zurückgeschoben. Zusätzlicher Reibungswiderstand wäre hier unerwünscht bis schädlich.

Idealer Aufstellort für die ersten Tage ist ein solider freistehender Tisch mit zumindest 60 mal 120 cm freier Fläche (mehr ist besser), denn wir benötigen neben Platz für den Drucker auch Platz für den Karton mit dem Papiervorrat sowie Platz zum Ablegen eines gerade bedruckten Bogens.

Der Pro 3880 baut für meine Wohnung zu groß; ich habe daher ein freies Büro beim Arbeitgeber benutzt, was mir nach Dienstschluß leichten Zugang erlaubt hat und die Chance bot, Ergebnisse und Vorgehensweisen mit Kollegen zu diskutieren und somit nicht nur allein meine Eindrücke in diesen Bericht einfließen zu lassen.

3880_3

Formate

Abgebildet sehen Sie den Drucker auf einem robusten bürotypischen Stahlrahmentisch von 80*160 cm Größe. Schnell hat sich gezeigt, daß die freie Aufstellung einige Vorteile für die Zeit der Inbetriebnahme und des Kennenlernens hat und empfehle das jedem zur Nachahmung.

Ist ein geeigneter Platz gefunden und der 3880 aufgestellt, kann es an die Inbetriebnahme gehen. Da mein Testgerät bereits in Gebrauch war und die Tintentanks installiert, brauchte ich die "Ersten Schritte" der Neugeräte-Inbetriebnahme nicht zu gehen. Was da zu tun ist, steht narrensicher beschrieben in Handbuch und Faltblatt. Ich möchte an dieser Stelle lediglich kurz den mahnenden Finger heben und alle Eiligen daran erinnern, die noch eingeschweißten Tintenkartuschen zunächst gut zu schütteln und erst dann zu öffnen und zu installieren. Soviel Zeit sollte sein, denn es handelt sich um Pigmenttinte und die bei Lagerruhe möglicherweise gebildeten Pigmentklümpchen könnten dem flammneuen Druckkopf vom Fleck weg eine akute Düsenverstopfung bescheren und "Abführmittel" (von Düsenreinigung bis hin zu Geräteaustausch) sind mindestens lästig. Ein wenig Schütteln fürs gute Gefühl sollte einem das Druckerschätzchen schon Wert sein, auch bei jedem Patronenwechsel, versteht sich.

Für meine Testphase wollte ich sowohl USB als auch TCP/IP Netzwerkanschluß nutzen und habe beide Kommunikationswege installiert, um sie wahlfrei anschließen zu können. Das funktioniert auch problemlos. Normale USB-Kabelverbindungen sollten ja nicht länger als 5 Meter sein, längere Kabelwege erfordern spezielle Repeater-Kabel. Das Gerät benötigt viel Stellplatz und so empfinde ich den Netzwerkanschluß für eine Aufstellung abseits des Schreibtischs als die bessere Wahl, wenn noch Platz zum schreiben verbleiben soll.

Die ordnungsgemäße Funktion testet man am besten mittels eines Düsentests auf Schreibpapier. Hierbei werden alle wesentlichen Aspekte der Datenübertragung und des Druckablaufs genutzt, bei minimalem Papier- und Tintenverbrauch. Tritt ein Fehler auf, beispielsweise wird der Tintenstand angezeigt aber der Düsentest startet nicht, sollte man einfach nochmals beherzt den Druckertreiber installieren. In der Windows-Welt wird dabei eine weitere Geräteinstanz angelegt, das sollte einen nicht weiter stören, da es langfristig sinnvoll ist, dem physischen Gerät mehrere "logische Drucker" in Form von Aufgabenprofilen zuzuordnen und diese jeweils mit maßgeschneiderten Einstellungen für Medientyp und Mediengröße zu versehen. Dazu gleich mehr.

Da 3880 ist ein Gerät mit der Fähigkeit für beeindruckende Druckergebnisse ist, man sollte den Düsentest solange wiederholen, bis entweder ein fehlerfreies Druckbild entsteht oder nach mehreren Fehlversuchen doch ein Spülvorgang ratsam erscheint. Ich halte es so: ein Blatt DIN A4 Normalpapier genügt für vier Düsentests, sind nach vier Versuchen noch immer nicht alle Düsen frei, wird gespült und auf einem frischen Blatt der Spülerfolg verifiziert.

Selbst der Druck der Windows-Druckertestseite setzt bestimmte Einstellungen im Druckertreiber voraus; bei Druckern dieser Qualitätsklasse ist nichts so einfach wie es auf den ersten Blick scheint. Also: Klappe für Standardpapiere öffnen, Normalpapier einlegen, den Druckertreiber auf Mehrfacheinzug Normalpapier (anstatt Voreinstellung Luster) setzen und Test starten. Dafür ist es zunächst gleichgültig, ob Mattschwarz oder Photoschwarz gewählt wurde, beide Tinten fließen durch dieselben Düsen. Die Testseite sollte mit einwandfreiem Ergebnis gedruckt werden als Beleg für die fehlerfreie Installation.

Da der Pro 3880 ja etliche Papiersorten und Formate verträgt und diese ganz unterschiedliche Treibereinstellungen erfordern, kann es sehr hilfreich sein, mehrere Druckaufgabenprofile für ein Gerät anzulegen mit jeweils angepaßten Einstellungen und natürlich mit angepaßten Namen, damit man sich stets zurechtfindet. Dieses Vorgehen empfehle ich besonders den Nutzern des Epson Print Plug-In. Der Vorteil liegt einfach darin, sich nur einmal mit den optimalen Treibereinstellungen für eine bestimmte Kombination aus Medienart und Größe beschäftigen zu müssen. Einmal mit aussagekräftigem Namen abgespeichert, kann man aus jeder Software ohne Angst vor Fehleinstellungen Druckaufträge absetzen, indem man den Auftrag ans passende logische Gerät übergibt.

Maßgeschneiderte persönliche Druckeinstellungen können zum Einen innerhalb des Treibers abgespeichert werden oder alternativ im Betriebssystem als "logische Drucker" über die Geräteinstallation erstellt werden. Wer mag, kann sich für drei bevorzugte Medien und vier Druckformate zwölf Geräte-Instanzen mit passenden Treibereinstellungen erstellen, die man nur einmal einrichten muß und danach blindlings verwenden kann.

Um einen physischen Drucker als mehrere logische oder virtuelle Drucker unter Windows 7 zu erstellen, ist folgendes zu tun:

Unter Geräte und Drucker - Drucker hinzufügen - Einen lokalen Drucker hinzufügen - Vorhandenen Anschluß verwenden - (USB oder TCP/IP Port selektieren) - den vorhandenen Druckertreiber zum Epson Pro 3880 anklicken und bestätigen, daß der bereits installierte Treiber benutzt (und nicht erneut installiert) werden soll. Bei der Aufforderung zur Eingabe eines Druckernamens können Sie den Vorschlag "Epson Stylus Pro 3880" durch einen aussagefähigeren Namen ersetzen, welcher den angepeilten Verwendungszweck gut widerspiegelt, z.B. "SP3880 FineArt USFAP Matt A2", entsprechend einer Treiberkonfiguration für Kunstdruckmedien des Typs UltraSmooth für Mattschwarz und Format DIN A2.

Der Epson-Druckertreiber ist ein clever programmiertes Stück Software. Sie können auf diese Weise zahllose virtuelle Drucker aus einem physischen Gerät erstellen und das Beste daran ist, daß farbmanagementfähige Software wie Photoshop mit den Treibereinstellungen in Dialog tritt und die Software vor dem Druckvorgang die Treibereinstellungen erkennt, respektive passend setzt. Insbesondere müssen Sie vor dem Druck nicht mehr auf doppeltes Farbmanagement prüfen. Setzt man im Druckdialog von Photoshop den Schalter "Farbverwaltung durch Photoshop" und das zum Papier passende Profil (im Zweifel relatives Farbrendering mit Tiefenkompensation wählen), steht einem befriedigenden Druckergebnis wenig entgegen. Auf das Wenige komme ich später noch zu sprechen.

Zunächst einmal wäre noch anzumerken, daß Nutzer des Epson NetPrint-Tools offenbar nur einmal die Chance haben, ihrem Drucker einen passenden Namen zu geben. Mir zumindest ist es nicht gelungen, die Gerätebezeichnung nachträglich zu ändern. Windows verweigert die Umbenennung mit einer Fehlermeldung; der NetPrint Port kann wohl nur einmal einem physischen Gerät zugewiesen werden. Aufgabenprofile können dann nur innerhalb des Treibers erstellt und verwaltet werden.

Anders verhält es bei USB sowie der direkten TCP/IP-Adressierung: hier kann man nachträglich beliebig oft Geräte zufügen, die Treibereinstellungen ändern und sich jedesmal neue Druckernamen dazu schaffen, welche dann auf Geräteverwaltungsebene zugänglich sind. Klarer Vorteil für die zu-Fuß-Methode. Tools sind eben auch nicht allmächtig.


Beobachtung zum Tintenstand

Die 80ml-Patronen erlauben viele, viele Drucke. Kein Vergleich zum kleinen Bruder R2880. Erwartungsgemäß ist der höchste Verbrauch bei den Light-Tinten zu verzeichnen, wobei LLK sowohl bei S/W wie Farbdruck im Verbrauch auffällt.  LLK wird anscheinend immer gebraucht.

Es sind mindesten 95% des Patroneninhalts nutzbar. Ich habe die LLK- Patrone bis auf 4% leergefahren, die Füllstandwarnungen absichtlich ignoriert und im Ergebnis einen Bogen Papier ruiniert, denn der Druck wurde mittendrin selbständig abgebrochen und das Blatt ausgeworfen. Das sollte laut Epson eigentlich nicht passieren – der Patroneninhalt sollte vollständig nutzbar und die Fortsetzung des Drucks nach Austausch der leeren Patrone möglich sein.

Der Drucker erlaubt als Profigerät für Produktionsumgebungen sehr umfangreiche Verbrauchsanalysen bis hin zum Tintenverbrauch des soeben erfolgten Druckes. Mit diesen Funktionen habe ich mich nicht weiter beschäftigt. Es wäre aber grundsätzlich möglich, die anteiligen Tintenmengen für den zuletzt erstellten Druck auszulesen und fallbezogen abzurechnen.

Druckqualität und Übereinstimmung mit der Proof-Vorschau von Photoshop

Bei optimal vorbereiteten Bilddaten ist die Qualität wie erwartet überwältigend bei gleichzeitig sehr guter Übereinstimmung mit der Proof-Ansicht. Bildpartien, welche in Proof-Ansicht problematisch erscheinen, z.B. Tonwertabrisse und Farbflecken, kommen so auch aus dem Drucker. Wenn das Quellbild in größerem Maße nicht druckbare Farben enthält, kann der Druck schwerlich gut werden. Extrem satte Blau- und Magenta-Töne sind die Achillesferse der Mattpapiere, deshalb unbedingt vor dem möglichen Fehldruck die Proof-Vorschau aktivieren und prüfen, ob das vorhergesagte Druckbild den Erwartungen entspricht. Man achte besonders auf die Rendering-Methodik, zwischen "relativ farbmetrisch" und "wahrnehmungsorientiert" können deutliche Unterschiede liegen.

Die Sinnhaftigkeit der Photoshop Farbumfang-Warnung erschöpft sich meiner Meinung nach im Erregen von Aufmerksamkeit. Graue Flecken statt satter Farben sind eines Kontrollblicks wert ehe der Drucker einen unliebsam überrascht. Trotz perzeptivem Rendering konnte bei einem meiner Testbilder das Druckergebnis nur durch Nachbearbeitung im Proof-Vorschaumodus gerettet werden, das Ausgangsbild enthielt zuviel nicht darstellbare satte Blautöne.

Was beim Softproof sofort auffällt ist die insgesamt flaue Darstellung, besonders wenn das Papierweiß simuliert wird. Meine Empfehlung ist dennoch, die Photoshop-Voreinstellung "Papierfarbe simulieren" eingeschaltet zu lassen. Obwohl diese Art der Vorschau dem Endergebnis nicht 100%ig entspricht, bewahrt sie doch vor der falschen Erwartung, Drucke könnten ebenso kontraststark strahlen wie selbstleuchtete Bildschirme.

Meine Vorgehensweise der Druckvorbereitung ist folgende: Proof-Vorschau für das ausgewählte Papier aktivieren und zunächst ausprobieren, welcher Renderingmodus augenscheinlich besser paßt. Dabei wechsele ich zwischen "Perzeptiv ohne Tiefenkompensierung" und "Relativ farbmetrisch mit Tiefenkompensierung" hin und her. Das geht sehr einfach wenn man sich diese Einstellungen als benutzerdefinierte Proof-Profile abspeichert. Für sehr dunkle und satte Farben paßt Perzeptiv (d.h. wahrnehmungsorientiert) wahrscheinlich besser.

Man muß sich klar machen, daß die Rendering-Methode "wahrnehmungsorientiert" bzw. "perzeptiv" ähnlich funktioniert wie das Packen eines überquellenden Urlaubskoffers - Stauchen und Quetschen bis alles hineinpaßt und der Deckel zugeht. Der gesamte Kofferinhalt leidet mehr oder weniger unter der Stauchung. Mit diesem Sinnbild können Sie sich leicht vorstellen, daß auch jene Farben, die eigentlich verlustfrei gedruckt werden könnten und gut im druckbaren Farbraum liegen, proportional gestaucht werden.

 

3880_6_SatBlue_HPpercept

Beispiel: Ein Bild enthält viel nicht druckbares Blau, deshalb bietet sich perzeptives Rendering an.

Dargestellt ist ein Ausschnitt des Bildes in 100%-Ansicht.

3880_7_SatBlue_HPrelative

Wie man im Vergleich mit relativ farbmetrischem Rendering sieht,entstünde ansonsten ein blauer Farbbrei.

Dafür zahlt man einen Preis: merklich kühlere Farbtönung in allen anderen Farben. Dies ist der angesprochene Seiteneffekt der perzeptiven Stauchung. Relatives Rendering bewahrt die Rot-Magenta-Töne um den Preis von unakzeptablem Blau-Brei. Wahrnemungsorientiertes Rendering vermeidet den Blau-Brei durch die Stauchung aller Blautöne um den Preis gestiegener Blaukomponenten in allen anderen Farben. Das kühl verfälschte Magentarot ist im Druck deutlich zu sehen.

3880_8_SatBlue_orig

Zum Vergleich hier noch ein Screenshot des Originalbilds, Normaldarstellung ohne Proof-Vorschau

Ist man mit keinem Vorschauergebnis zufrieden, kann man nur versuchen, in Proof-Ansicht die verursachenden Farben vorsichtig zu entsättigen und die Tonwerte so anzupassen, daß die Fehler möglichst verschwinden. Ich empfehle dringend, solche Tonwert- und Farbmanipulationen im 16-Bit-Modus durchzuführen selbst wenn die Quelldatei ein 8-Bit JPEG ist. Das ermöglicht den Software-Algorithmen feinere Tonwertinterpolationen, wodurch man das Risiko grober Tonwertstufungen und sichtbarer Abrisse klein hält. Ziel ist, die im Softproof angezeigten Farbfehldarstellungen für den Druck zu minimieren, ohne den Bildcharakter zu zerstören. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn in einem Bild zugleich subtile Hauttöne und hochsatte Umgebungsfarben auftreten. Perzeptives rendern kann die Hauttöne unnatürlich verfälschen wohingegen relatives rendern die Sattfarben breiig entarten läßt. Bei solchen Bildern ist Photoshop-Ebenenarbeit zur Optimierung gefordert.

Wenn dies alles nicht wie gewünscht funktioniert, ist das Bild womöglich nicht für das gewählte (Matt-) Papier geeignet, das ist zuweilen einfach so.

Meine persönlichen Faustregeln:

- Schwarzweiß-Drucke immer "Relativ farbmetrisch mit Tiefenkompensierung" rendern

- Farbdrucke mit hochgesättigten Farben, sofern sie nennenswert außerhalb des druckbaren Bereiches liegen, "Wahrnehmungsorientiert ohne Tiefenkompensierung" rendern

- Farbdrucke von Personen vorzugsweise "Relativ farbmetrisch mit Tiefenkompensierung" rendern

Generell rate ich: Machen Sie sich schon während der Bilderstellung Gedanken über die weitere Verwendung des Fotos. Intensive Farben und satte Kontraste sind für Kunstdrucke auf matten Medien eher problematisch. Fälliges Farbmapping mit der wahrnehmungsorientierten Methode führt leicht zu unerwünschten Tonwertverschiebungen. Man kann solche Probleme klein halten, wenn man bereits zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht den Fehler macht, in der Kamera die Regler für Farbe und Kontrast hochzuziehen. Der "Fujichrome Velvia"-Effekt wirkt vielleicht schön auf dem Bildschirm, druckt sich aber schlecht.


Beobachtungen zum Druckablauf

Analog zum kleinen R2880 erfolgt die manuelle Papierzufuhr der Fine-Art-Medien über den hinteren Einzugsschacht mit der gleichen Prozedur: Bogen entlang der Führungskante so exakt wie möglich bis zum Anschlag einführen, ein bis zwei Sekunden unter sanftem Druck abwarten bis daß die Einzugsmechanik den Bogen faßt und endgültig einfädelt.

Der neue R3000 macht das viel besser und bequemer von vorne. Eben weil der exakten Papierzufuhr so viel Bedeutung zukommt, was präzisen Druck mit umlaufendem Rand anbetrifft, plädiere ich unbedingt für die Aufstellung derart daß man hinter dem Drucker stehen kann und die Führkante während der Papierzufuhr sowohl sieht als auch fühlt.

Ein Einzelblatt A2 randloser Druck in höchster Qualität dauert ca. 18 Minuten ab Übertragung der Datei. Eine in Photoshop auf die Epson-typische Druckerauflösung von 360 ppi skalierte Datei mit 8 Bit Farbtiefe wächst auf ca. 148 MByte Datenvolumen. Dessen TCP/IP Transfer dauert alleine etwa drei Minuten, weitere 13 bis 16 Minuten werkelt dann der Druckkopf vor sich hin. In diesem Modus kann man also ziemlich genau 3 Drucke pro Stunde anfertigen (!).

Ein vergleichbarer Ausdruck in Größe DIN A3 dauert insgesamt etwa 9 Minuten. Das paßt, ist ja auch nur die halbe Fläche.

Ich kann den 3880 nur als leise bezeichnen. In einem leeren Büroraum betrieben war der Drucker stets unaufdringlich leise, natürlich wahrnehmbar, aber im positiven Sinne. Die Geräusche von Druckkopfwagen und Papiervorschub sind die einer distinguiert schaffenden Technik. Allenfalls die Vibrationsübertragung auf den Tisch kann unangenehm werden; die bewegten Massen sind nun mal nicht unerheblich und die rhythmischen Schlittenfahrten lassen meinen durchaus schwingfreudigen Stahlrahmen-Bürotisch merklich rütteln. Meinerseits nicht unerwartet; ich wollte ja unter anderem aus diesem Grund den 3880 abseits des Schreibtisches aufstellen.

Im Standby (eher ein Tiefschlaf) macht das Gerät weder Geräusche noch leuchtet irgendetwas.

Bildzentrierung

Leider mußte ich trotz akkurater Papierzufuhr einmal mehr feststellen, daß Drucke mit Rand nicht immer perfekt zentriert werden. Der Druckdialog von Photoshop gaukelt dies zwar vor, aber anhand der Papiergröße A3+ kann man bereits in der Vorschau sehen, daß es in der Längsachse zu einer erheblichen Verschiebung kommen wird, wenn man einfach drauflos druckt.

Nach Aussage von Epson ist das Problem bekannt mit Ursache innerhalb Photoshop. Adobe, hier wartet ein Bug auf seinen Fix! Um Drucke mit exakter Zentrierung und symmetrischen Rändern zu bekommen, mußte ich für A3+ die Korrekturwerte +6,25mm für die Längsseite und +0,5mm für die kurze Seite zu den automatischen Zentrierwerten addieren. Die Werte gewann ich durch ausmessen eines Druckes mit Standardeinstellungen. Es brauchte also einen "Fehldruck" für die Bestimmung der Korrekturwerte. Ziemlich ärgerlich gerade wenn großes Format und teures Papier im Spiel sind.

Nachhaltige Abhilfe schafft das Print Plug-In. Dieses Zusatzprogramm macht es möglich, ein Seitenlayout auf Anhieb so wie gewollt zu drucken. Das Print Plug-In ist ein sehr mächtiges Werkzeug für die Erstellung eigener Layouts, bietet bereits zahlreiche vordefinierte Layouts für viele Blattgrößen und will erarbeitet werden. Umfang und Möglichkeiten sprengen den Rahmen dieses Berichts; ich gehe im zweiten Teil lediglich im Detail auf die Einbindung zusätzlicher (nicht standardmäßig vordefinierter) Papierprofile ein.

Betriebspausen

Der Pro 3880 spült sich gerne den Kopf, das ist mal sicher. Zu Beginn habe ich das Gerät häufig ein- und ausgeschaltet, mich nur mit den verschiedenen Varianten der Treiberinstallation befaßt, nichts gedruckt außer der Düsentestseite und der Resttintenbehälter füllte sich binnen weniger Tage um 5% laut Anzeige. Ich kann mir das nur so erklären das gnadenlos bei jedem Einschalten einmal gespült wird. Mir wurde erklärt, daß dies auch so ist. Zwar wird dieser Spülvorgang auf dem niedrigsten möglichen Level durchgeführt, aber auch das summiert sich natürlich, wenn (wie während meiner anfänglichen Versuche) sehr oft ein- und ausgeschaltet wird. Nach Tagen der Nichtbenutzung mag das ja noch angehen, aber nach fünf Minuten Aus-Zeit schon wieder Kopfspülen finde ich übertrieben und würde mir hier eine bessere Lösung z.B. mittels Ereignis- und Zeitüberwachung wünschen.

Ich habe daraufhin, quasi als Gegenprobe, den Drucker einfach ständig eingeschaltet gelassen und siehe da - der Behälter füllte sich kaum weiter. Als Anwender tauschte ich also Tintenverschwendung gegen Stromverschwendung. Zugegeben, der 3880 ist im Ruhemodus gewiß kein Stromfresser, aber eine schöne Lösung ist das nicht. Sie ist auch nicht empfehlenswert weil der Druckkopf nicht im gleichen Maß gegen Austrocknung geschützt wird wie im Aus-Zustand. Nach vollständigem Ausschalten wird der Druckkopf in der Parkposition fest verschlossen und vor Austrocknung geschützt. Im Ruhemodus ist dies nicht der Fall. Ich konnte dennoch über zwei Betriebsmonate hinweg keine Düsenprobleme feststellen. Da der Pro 3880 als Produktionsmaschine für Vieldrucker konzipiert ist kann ich durchaus Verständnis aufbringen für einen Nutzungsansatz, der von morgendlichem Einschalten für einen Arbeitstag fleißigen Druckens und nächtlicher Aus-Zeit ausgeht und daraus eine Spülstrategie ableitet.

Für Gelegenheitsdrucker und Amateurnutzung ist dies aber nicht angemessen und hier würde ich es begrüßen, wenn Epson in einer Folgegeneration benutzerdefinierbare Einstellungen bieten würde, die flexiblere Spülvorgänge erlaubt. Wir alle wollen soviel wie möglich Tinte auf dem Papier sehen und nicht im Resteschwamm. Ganz ohne Spülen geht es nicht, soviel muß klar sein, aber Nutzerkonfigurierbar sollte es zukünftig sein.

Hier wäre noch zu ergänzen, daß Pigmenttinten eine Suspension sind. Die Pigmente können sich während längerer Ruhephasen absetzen und eventuell Klümpchen bilden. Epson empfiehlt, nach mehrwöchiger Nichtbenutzung alle Tintentanks einmal herauszunehmen und aufzuschütteln.

Verbrauchsmaterialbeschaffung

In den Elektro-Supermärkten werden Sie weder Papier noch Tinte für den Stylus Pro 3880 finden, den Weg dahin können Sie sich sparen. Epson betreibt einen Online-Versandhandel, in dem Sie alles finden und mit der Gewähr, keine Ladenhüter mit abgelaufenem Verfallsdatum zu bekommen. Der 3880 wird mit vollwertigen 80ml-Kartuschen ausgeliefert, die halten eine Weile vor. Zu Beginn hat man also nur das Luxusproblem der Papierauswahl. (Wer so gar nicht weiß, womit er beginnen soll, dem empfehle ich den Griff in die Vollen: jeweils Traditional Photo Paper und Cold Press Bright in A2. Teuer, aber lohnt sich und zwingt zu einer steilen Lernkurve!)


Meine abschließende Meinung zum Epson Stylus Pro 3880

Oh, es macht großen Spaß, mit einem solch fähigen Gerät im Format A2 zu drucken!

Insbesondere seine Fähigkeiten mit matten Medien haben es mir angetan. Ich bekenne freimütig,  daß mir für Hochglanzdrucke ein Farbstofftintensystem lieber ist und sehe die Pigmenttinte dafür als nicht optimal an. Auf matten Medien ist Pigmenttinte aber nicht zu schlagen und der 3880 beweist sowohl in Farb- als auch in Schwarzweiß-Drucken, wie hoch die Latte hängt und wie sehr das Ergebnis von der Güte der Quelldaten und ihrer Bearbeitung abhängt.

Wer seine Photographie mit Leidenschaft betreibt, alle Schritte der Kette mit Sorgfalt ausführt, dabei zumindest nach technischen Kriterien optimale Bilder erstellt, kann sich sicher sein, daß der Pro 3880 ihn nicht im Stich lassen wird. Gleiches gilt auch für die mit Ultrachrome-K3-Tinte arbeitenden kleineren Modelle R2880 und R3000, aber der Größensprung von A3plus zu A2 macht für das Auge einen größeren Unterschied aus als die Kantenlängen vermuten lassen. Bigger is better, vorausgesetzt die Quelldaten stimmen. Ein Handy-Knipsfoto wird man vermutlich nur einmal auf A2 drucken. In ein handwerklich gutes Bild aus einer DSLR möchte man aber geradezu eintauchen. Der Detailreichtum ist ein Genuß für die Augen selbst aus kürzester Distanz.

Platz sollte man haben, Bedarf an Drucken der Größe A2, Budget für Medien und Tinte, Zeit für die Bildbearbeitung. Das Gerät ist anspruchsvoll, will optimal eingerichtet und mit optimalen Daten gefüttert werden. Für hochqualitative Drucke im Format A2 sollte das Ursprungsbild vorzugsweise aus einer Kamera mit 12 oder mehr Megapixel stammen, denn jeder Fehler wird gnadenlos sichtbar, das ist Segen und Fluch zugleich. Ich betrachte es positiv: die großen Drucke geben ein Spiegelbild des eigenen Leistungsstandes ab. In Größe A2 werden alle Arten Bildfehler erkennbar, deutlicher als auf jedem Computermonitor, gestalterische Mängel ebenso wie technische Mängel und Bearbeitungsfehler. Ein noch so guter Monitor erlaubt nur entweder eine Gesamtansicht in reduzierter Auflösung oder Teilansicht mit Vollauflösung. Ein Druck in Größe A2 bietet beides zugleich und damit eine Sicht auf das Bild, die einem ansonsten verschlossen bleibt. Unter dem Strich hat mich die Druckerfahrung mit diesem Gerät mehr gelehrt über die eigenen fotografischen Fähigkeiten als die Zeit mit dem R2880. Wer bei seiner Kaufentscheidung zwischen Pro 3880 und  R2880/R3000 schwankt, sollte sich für das größere Format entscheiden. Im direkten Vergleich sieht ein Druck der Größe DIN A2 einfach imposanter aus und bietet mehr fürs Auge. Size matters!

Für mich privat bleibt die Anschaffung dieses Gerätes ein Wunschtraum, aber es juckt doch sehr in den Fingern. In jedem Fall kann ich den Pro 3880 nur allen empfehlen, die in dieser Größe drucken möchten und ihre Fototechnik beherrschen.

Einziger kleiner Wermutstropfen ist meiner Meinung nach die Sache mit der automatischen Düsenreinigung, welche sich aber relativiert gegen den Kaufpreis der großformatigen Kunstdruckpapiere. Bei 8€ pro Bogen A2 ist etwas Tintenverlust leichter zu verschmerzen als bei Normalpapier A4 zu ein paar Cent. Der Epson Stylus Pro 3880 ist eben ein Drucker für Kunstdrucke und nicht für Büroalltag. Und Kunstdrucke werden von dieser Maschine so kunstvoll gedruckt, daß ich gerne voller Respekt meinen Hut ziehe vor Leistung der Epson-Ingenieure.
 


-          Treiberinstallation für USB-Anschluß:

Drucker aufbauen und einschalten, Kabelverbindung zum PC herstellen, Windows-Erkennungsmeldungen abwarten, dann Epson-Treiber installieren.

Der Treiber konfiguriert die Schnittstelle automatisch und setzt den 3880 als Standarddrucker. Fertig; drucken Sie trotzdem jetzt weder eine Druckertestseite noch ein Foto ohne die Treibereinstellungen korrekt gesetzt zu haben. Was "korrekt" ist, kriegen wir später.

-          Druckerinstallation für Netzwerkanschluß mit Win7-Bordmitteln:

Vorsichtshalber den Drucker auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Die im Drucker eingestellte TCP/IP Adresse unter Menu - Network Setup - IP,SM,DG Setting ablesen und merken, ggf. eine Wunschadresse passend zum eigenen Netzwerk einstellen.

Drucker mittels Netzwerkkabel anschließen.

Über Geräte und Drucker - Drucker hinzufügen -  Einen lokalen Drucker hinzufügen - Neuen Anschluß erstellen - Typ Standard TCP/IP Port auswählen

Die im Drucker gefundene Netzwerkadresse eintippen. Windows 7 zeigt danach eine Auswahlseite zur Installation des Druckertreibers.

3880_4_Treiberliste

Treiberliste

 

Wenn der Stylus Pro 3880 Treiber nicht bereits installiert wurde (z.B. mittels vorheriger USB-Installation) hat man jetzt ein Problem, denn Epson liefert downloadbare Treiber in Form einer EXE-Datei, mit der die normale Installationsroutine von Windows nichts anfangen kann. An dieser Stelle also zunächst abbrechen. Den aktuellen Treiber (EXE-Datei) von der Supportseite herunterladen und ausführen.

Die Treiberinstallation starten und bei Aufforderung manuell den Port angeben, unter dem der Drucker angeschlossen ist. Die zuvor eingegebene Netzwerkadresse sollte in der Liste der verfügbaren Ports enthalten sein.

3880_5_Hinzufuegen

Hinzufügen

Die Installationsroutine erledigt der Rest, konfiguriert den Port und der Drucker taucht in der Geräteliste fett dargestellt und als Standarddrucker markiert auf.

-          Druckerinstallation Netzwerk mit Epson NetPrint:

Vorsichtshalber den Drucker auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Epson NetPrint Software herunterladen und Anleitung für Netzwerkinstallation durchlesen.

Drucker aufbauen und einschalten, Kabelverbindung zum Computer herstellen.

Zuerst NetPrint installieren und abwarten, bis Windows mit der Prüfung der Netzwerkschnittstelle fertig ist. Eventuell taucht jetzt bereits im Explorer ein Netzwerkgerät mit einem kryptischen Namen z.B. EP1ED238 auf.

Die Treiberinstallation erst nach beendeter Schnittstellenprüfung starten, Drucker manuell suchen anwählen und geduldig warten, bis ein neues Netzwerkgerät vom Typ "EP..." auftaucht. Das kann bis eine Minute dauern. Sollte das nach mehreren Minuten nicht der Fall sein, stimmt sehr wahrscheinlich irgend etwas mit der Konfiguration der TCP/IP Schnittstellenhardware nicht; in meinem Fall war Flow Control ausgeschaltet.

Wenn in der Portliste ein virtueller Anschluß mit Namen ähnlich "\\Ep1ed238\epson" auftaucht, diesen auswählen. Nehmen Sie nicht den "\\Ep1ed238\" ohne "epson".

Nach einer kleinen Weile meldet die Installation, daß der Drucker konfiguriert ist und endet.

Beim ersten Zugriff auf den Drucker meldet sich wahrscheinlich die Windows Firewall und fragt, ob bestimmte Ports für das Tool "SAgent4" freigeschaltet werden sollen. Dies bitte bestätigen; mehr dazu findet sich im Handbuch.

Unter Geräte und Drucker - Druckereigenschaften - Anschlüsse kann geprüft werden, welchem Anschluß der Drucker zugeordnet wurde. Für USB sollte der Anschluß z.B. als USBxyz Virtueller Druckerport bezeichnet sein. Für Netzwerk sollte der Anschluß als ClientSiteRenderingProvider betitelt sein zusammen mit einer symbolischen "\\Ep..." TCP/IP-Adresse.

Egal auf welchem Weg, nach korrekter Installation wird der Drucker in der Gerätedarstellung als Miniatur in kräftiger Farbe dargestellt. Jetzt können sie loslegen. Ein Gerätesymbol hinter Grauschleier weist dagegen auf eine fehlerhafte Installation hin.


 

Teil 2 Epson's neue Kunstdruck-Baumwollmedien Hot & Cold Press

 

Wissenswertes zu den Kunstdruckmedien auf Baumwollfaserbasis

Zur photokina 2010 stellte Epson vier neue hauseigene Produkte im Bereich der höchstklassigen Fine-Art-Medien vor, welche ein bislang überwiegend  von Drittanbietern abgedecktes Marktsegment betreten. Es handelt sich um jeweils zwei kaltgepresste und heißgepresste „Papiere“ jeweils mit und ohne optische Aufheller. Daraus ergeben sich direkt zwei mal zwei Anwendungsteilungen:

- Hot Press Bright: geglättete rein weiße Oberfläche mit UV-sensiblem Aufheller

- Cold Press Bright: deutlich texturierte rein weiße Oberfläche mit UV-sensiblem Aufheller

 

- Hot Press Natural: geglättete naturweiße Oberfläche ohne Aufheller

- Cold Press Natural: deutlich texturierte naturweiße Oberfläche ohne Aufheller

 

Man könnte sagen, die Natural-Medien richten sich eher an Kunden, die Hinterglasmontage wünschen. Werden die Drucke hinter bilderrahmenüblichem Weißglas montiert, kann der UV-empfindliche Aufheller seine Wirkung nicht entfalten weil solches Glas im UV-Spektrum kaum Transmission zeigt. Zu Recht, denn viele Druckfarben sind nicht sonderlich UV-stabil und Bilderrahmenanbieter entwickeln ja nicht für Epson's Pigmenttinte.

Selbstredend sind die Natural-Medien auch erste Wahl für besorgte Kunden, denen UV-Aufheller wie potentiell bildzerfressendes Teufelswerk erscheint.

Bedeutender als solche technischen Überlegungen erscheint mir aber der künstlerisch-emotionale Aspekt. Insbesondere für Schwarzweiß-Drucke ist die leicht warme Naturbaumwolltönung, völlig abseits jedweder Anti-Aufheller-Denke, ein absolut legitimes künstlerisches Kriterium. Ich persönlich mag keine Charakterportraits in kühlen Farbtönen; außer das stützt erkennbar die Bildaussage. Von daher liegt meine Sympathie erstmal blanko bei Natural. Und zwar ohne Glas. Aufgezogen und angemessen gerahmt.

Die Bright-Medien enthalten Aufheller, welche - ähnlich wie bei üblichen Office-Papieren oder Kochwaschmitteln - den Weißeindruck heben und damit den "gefühlten Weißpunkt" beeinflussen. Diese Aufheller wirken natürlich nur in den nicht oder kaum bedruckten Bildpartien. Weißer als "keine Tinte drauf" kann kein Printmedium sein, außer es wird hinterleuchtet. Im Rahmen dieser Betrachtungen kann ich das getrost ausschließen.

Oft beziehen ausgestellte Bilder ihre bisweilen magische Wirkung aus der Kombination von Ausstellungsort und Licht. Wann immer das einstrahlende Licht genügend UV-Anteile enthält, können die Bright-Medien ihre Wirkung entfalten. Anders herum ausgedrückt, hinter Glas oder bei Glühlampenlicht bringt ein Druck auf Hot Press Bright oder Cold Press Bright keine zusätzliche Weiß-Wirkung. In der Tat ist unter reiner Kunstlichtbeleuchtung kaum ein Unterschied im Weißpunkt erkennbar, wenn man Bright und Natural direkt nebeneinander vergleicht.

Es gibt von Epson ein kleines Musterbüchlein (Swatchbook) mit dem Namen "Media Performance Guide" mit ausfächerbaren Papiermustern. Läuft man damit im Raum herum, kann man sofort sehen, wie sich der Weißpunkt der Medien mit dem Licht relativ verändert. Ich halte dieses Büchlein für ein hervorragendendes Werkzeug zur Vorauswahl des Druckmediums. Das folgende Bild zeigt den Fächer, aufgelegt auf einen Druck auf Hot Press Bright, unter Mischlicht. Auf der Bildkante liegt der auffällig weiße Musterstreifen des Enhanced Matte Paper, gegen den Uhrsinn gefolgt von CP Natural, CP Bright, HP Natural und Hot Press Bright.

3880_9

Media Übersicht

Mit einer Grammatur von ca. 330 Gramm pro Quadratmeter sind alle vier Medien ähnlich schwer wie die bisherigen Top-Medien von Epson. Zum Vergleich: handelsübliches Normalpapier hat eine Grammatur von 80 g/m². Schwere Medien fühlen sich nicht nur schwerer an, sondern wertiger und vor allem sind sie formstabiler. Mediendicke und Formhaltigkeit sind von Bedeutung für Aufziehverfahren, bessere Qualität bringt bessere Ergebnisse.

Alle vier sind für Digigraphie qualifiziert, können somit für signierte und limitierte Künstlerdrucke im Rahmen des Epson Digigraphie-Programms verwendet werden (siehe auch www.digigraphie.com).

Sie sind säurefrei und archivierungstauglich. Sie sind beidseitig beschichtet, dadurch recht kratzfest und grundsätzlich beidseitig bedruckbar. Sie bilden wenig Abrieb. Letzteres wird besonders deutlich im direkten Vergleich zwischen Hot Press Bright und Ultra Smooth Fine Art: USFA "staubt" mehr, fühlt sich etwas rauher an und ist merklich empfindlicher gegen Abrieb der Schwarztinte. Da bei der UltraChrome Schwarztinte zugunsten maximaler Schwarzdichte auf das sonst übliche Haftharz verzichtet wurde, lassen sich die Schwarzpigmente leichter mechanisch vom Medium lösen, sind empfindlicher als die anderen Farben. Hot Press Bright bietet in diesem Punkt deutlichen Mehrwert gegenüber USFA.

Die folgende Darstellung zeigt den Farbumfang von Cold Press Bright (schwarze Linie) in Relation zu Watercolor Radiant White (weiße Linie) und dem Adobe-Farbraum (graue Linie) ;  jeweils in relativer Farbmetrik:

3880_10_Profil_ColdPress_Watercolor

Profil_ColdPress_Watercolor

Ähnliches gilt für die drei anderen neuen Medien. Sie bieten mehr Farbumfang als zuvor.

Mir sind vor allem zwei Ähnlichkeiten aufgefallen mit Papieren (Medien), welche mir beim R2880 zur Verfügung standen: Hot Press Bright hat große Ähnlichkeit mit Ultra Smooth Fine Art (USFA) und Cold Press Bright hat Ähnlichkeit mit Watercolor Radiant White, meinem Lieblingspapier aus dem R2880-Test. Die neuen Press-Medien bieten allerdings einen größeren Farbraum und das macht sich besonders im Vergleich zum Watercolor-Papier bemerkbar. Die Haptik des Cold Press ist sehr deutlich über der von Watercolor angesiedelt. Wird das Watercolor-Papier satt bedruckt, kommt es recht verwellt aus dem Drucker. Nicht so bei Cold Press. Trotzdem sollte man allen Drucken 24 Stunden Trockenzeit gönnen, ich konnte in allen Probedrucken beobachten, daß insbesondere die Schattenpartien mit zunehmender Trocknung noch an Zeichnung gewinnen.

In Relation zu Watercolor und USFA fallen meine Wertungen eindeutig aus: die Press-Medien sind in allen wesentlichen Punkten überlegen. USFA verliert in erster Linie wegen seiner mechanischen Eigenschaften, ist zu staubfreudig und rauh. Watercolor bietet nicht genug Gamut und ist zu dünn und leicht, um gegen Cold Press bestehen zu können. Bezüglich meiner Vorlieben hat Epson mit diesen vier Medien eine Lücke geschlossen und ich bin vollauf zufrieden mit der gebotenen Leistung. Alles was mir an USFA und Watercolor verbesserungswürdig erschien, ist Realität geworden.

Typauswahl und Sinnhaftigkeit sind bei diesen Medien eng verknüpft mit dem Bildinhalt. Natürlich ist im Sinne künstlerischer Freiheit erlaubt, was gefällt, aber im Rahmen dieser Review vermag ich mich der Frage "Welches Papier wofür?" nur von der technischen Seite zu nähern. Im Zusammenwirken mit Ultrachrome-K3-Tinte und dem Pro 3880 sind die Gamutunterschiede zwischen den Press‑Medien verschwindend gering. Die Auswahl und Zuordnung des Papiers zum Motiv kann daher getrost über die Kriterien "Weißpunkt" und "Textur" erfolgen.

Meine Auswahlmatrix ist folgende:

- Motive mit kühlem Charakter oder solche wo Weiß möglichst Weiß erscheinen soll: Hot/Cold Press Bright

- Motive mit warmem Charakter oder für eine Ausstellung ohne nennenswerten Tageslichtanteil: Hot/Cold Press Natural

- Schwarz/Weiß mit neutraler bis kühler Abstimmung: Hot Press Bright

- Schwarz/Weiß mit tendenziell warmer Anmutung: Cold Press Natural

- Portraits Farbe oder S/W: Cold Press Natural

- Nachtszenerien / HDR: Hot Press Bright

- Sachaufnahmen / vielfarbige Motive: Hot Press Bright

Bezüglich des Weißpunkts erklären sich die meisten Motive von selbst. Weiße Wolken wollen bei Tageslicht betrachtet auch weiß vom Druckmedium herunterstrahlen. Mein Kollege Harald Quix schoß dieses Foto im Yellowstone Park und war total begeistert von der Bildwirkung des großen Drucks auf Hot Press Bright. Aus Neugierde haben wir dasselbe Bild auf Cold Press Bright ausgedruckt und konnten keinen eindeutigen Favoriten küren – das glatte Hot Press zeigte den natürlicheren Himmel, aber das texturierte Cold Press Bright beeindruckte mit betont plastischer Tiefenwirkung in den Kalktreppen.

3880_11_HAQ_klein

Tiefenwirkung in den Kalktreppen

Ein Portrait bei Available Light braucht soviel Weißpunkt nicht und profitiert viel mehr von der Textur. Der Druck des Playboy-Models Mia von einer photokina-2010-Präsentation wirkt durch die Cold Press-Textur besonders lebendig. Für derartige Sujets ist Cold Press Natural mein klarer Favorit.

3880_12_Mia_klein

Playboy-Model Mia auf der Photokina 2010

Im direkten Vergleich Hot Press – Cold Press zogen verblüffend viele meiner Probedrucke Vorteile aus der Textur der Cold Press Medien, so daß ich diese bevorzugt verwenden würde. Geschmacksache.


Einbindung der Papierprofile ins Epson Print Plug-In für Photoshop:

Das kostenlose Zusatzprogramm "Epson Print Plug-In für Photoshop" kann ein nützlicher Layouthelfer sein, kennt aber von Hause (Stand Q1/2011) aus die neuen Press-Medien nicht. Eine detaillierte Besprechung des Print Plug-In sprengt den Rahmen; ich möchte mich darauf beschränken, die Einbindung der neuen Papiere aufzuzeigen.

Nach der Installation kann das Plug-In aus Photoshop über Datei -> Automatisieren -> Epson Print Plug-In gestartet werden. Es öffnet in einem neuen Fenster als eigenständige Applikation.

Um solche Papiertypen bzw. Profile angenehm nutzbar zu machen welche nicht vordefiniert sind bedarf es einer etwas komplizierten Prozedur. Im folgenden wird vorausgesetzt, daß die hinzuzufügenden Papierprofildateien bereits in den Windows-Spool-Profileordner kopiert wurden.

Ein Klick auf den Werkzeugschlüssel rechts außen bei Papiertyp/Druckmodus - ICC Profile-Manager öffnet das Fenster "Farbmodus-Einstellungen". Hier lasse man die Voreinstellungen ICC-Management Automatisch und klicke auf die Schaltfläche . Das öffnet ein neues Fenster "Drucker-ICC Profile-Einstellungen" mit einer Liste der definierten Profile und dies organisiert jeweils für die im System verfügbaren Epson-Drucker.

3880_13_PrintPlugIn_1

Drucker-ISS Profile-Einstellungen

Man wähle also aus der Dropdown-Liste den Drucker und klicke dann auf . Es öffnet sich das Fenster "Drucker-ICC Profile-Zuordnung". Hier gebe man einen Namen für die zu erstellende Profilzuordnung ein (dieser Name taucht dann später in der Papiertyp-Auswahlliste auf) und lege im Feld fest, zu welcher Papierkategorie die neuer Zuordnung gehört. Dieser Schritt ist von großer Tragweite denn hiernach wählt der Druckertreiber später die Tintenart und den Einzugsschacht aus.

Für die Hot/Cold Press Medien lautet die korrekte Einstellung "Ultra Smooth Fine Art Paper", das legt Mattschwarz und Hinteren Einzugsschacht fest.

Nun kann über einen Klick auf das gewünschte Profil aus der Liste der im Computer-Standardverzeichnis abgelegten ICC-Profile ausgewählt werden. Das Fenster schließt und die neu erstellte Zuordnung erscheint oben in der Liste. Nochmal kontrollieren ob alle Angaben stimmen,  insbesondere im Feld "Medientyp für Treibereinstellungen" und dann kann auch dieses Fenster mit geschlossen werden.

Man kommt zurück zum Fenster "Farbmodus-Einstellungen" und kann sich hier nochmal überlegen, welche Wiedergabepriorität (Rendering) denn wohl gelten soll und bestätigt wieder mit .

Jetzt endlich ist diese Profilzuordnung im Plug-In "bekannt" und im Dropdown-Menü der Papiertypen anwählbar.

3880_14_PrintPlugIn_3

Auswahl der Papierzuordnung

Warum sollte man sich das Print Plug-In überhaupt näher ansehen, wenn die Profilgeschichte so kniffelig daherkommt? Weil hier etwas funktioniert, was aus Photoshop so nicht geht: Drucken mit exakter Zentrierung und gleichmäßig umlaufendem Rand. Ich habe das vordefinierte Layout "A3+ 5mm Rand" ausprobiert und der Druck wurde mit exakt 5mm umlaufendem Rand ausgeführt. Bravo!

3880_15_PrintPlugIn_5

Druck mit exakter Zentrierung

Adobe sollte sich mal am Kopf kratzen und lernen, Papierformate richtig zu interpretieren. Epson beweist, das es geht und ich denke, das ist ein guter Grund für dieses Tool und wiegt die etwas zähe Profileinbindung sicherlich mehr als auf.

Leider funktioniert das Print Plug-In nur für Bilder mit maximal 8000*8000 Pixel Größe. Da aber ein 360 ppi Bild im Format A2 auf 8419*5953 Pixel kommt, läßt sich die Epson-typische Optimalauflösung mit dem Print Plug-In nicht ohne weiteres nutzen. Schade und für mich unverständlich, obwohl ich keinen Qualitätsunterschied zwischen Randlos 360ppi (direkter Druck aus Photoshop) und Print Plug-In Layout 5mm-Rand mit 340ppi erkennen konnte.

Auch werden die im Layout-Panel vorgenommenen Größeneinstellungen nicht automatisch an das Drucken-Panel übergeben. Es ist daher leicht möglich, ein für A2 bearbeitetes Layout auf A3 zu drucken bzw. der dann auftretenden Hinweismeldung nicht die nötige Beachtung zu schenken. Die Folge wäre dann ein beschnittener Fehldruck.

Immerhin geizt das Plug-In nicht mit Warnmeldungen, z.B. erscheint vor jedem Druckauftrag die Warnung, daß gegebenenfalls die Schwarzpatrone gewechselt wird. Das ist ziemlich irritierend. Offenbar erkennt das Plug-In nicht die aktuellen Treibereinstellungen und wirft pauschal diese Warnung aus, selbst wenn dies der X-te Mattschwarz-Druck in Folge ist und alles korrekt eingestellt wurde.

Das Print Plug-In ist ein mächtiges Werkzeug, dem noch Feinschliff fehlt. In seiner jetzigen Fassung muß man stets wissen, was man tut und sehr konzentriert damit arbeiten.

Schlussbemerkungen

Sind die Press-Medien erst einmal vollständig im System und der Arbeitsumgebung integriert, steht dem schmerzfreien Druckvergnügen nur noch eines im Wege: Sauberkeit! Wie schon erwähnt sind die neuen Hot/Cold Press-Medien beschichtet und geben daher weniger Partikel ab als z.B. Ultra Smooth Fine Art, aber sie sind nicht minder empfindlich gegen Fremdpartikel auf der Druckseite. Da die Pigmenttinte weit weniger tief in das Medium eindringt als Farbstofftinte, werden lose Staubpartikel auf dem Papier beim Druck einfach überdruckt und hinterlassen später eventuell einen weißen Fleck, wenn sie abgewischt werden. Angesichts der Kosten und des Zeitaufwands, den ein vollformatiger Druck auf A2 in bester Qualität mit sich bringt, sollten peinliche Sauberkeit im gesamten Ablauf und Inspektion des Papierbogens vor dem Druck selbstverständlich sein. Bei zwei Drucken war ich zu nachlässig, habe den Bogen ohne Kontrolle direkt in den Einzugsschacht gesteckt und mußte einige Tage später feststellen, daß  einige wenige Staubflusen mitsamt Druckfarbe abgelöst waren und inmitten dunkler Bildpartien kleine helle Löcher freigelegt hatten. Damit waren die Drucke nur noch B-Ware.

Freunden der Schwarz-Weiß-Fotografie möchte ich aus vollem Herzen zu den neuen Baumwollmedien raten. Meine Drucke gerieten exakt so, wie ich sie mir vorgestellt und am Bildschirm erarbeitet hatte. Weder Drucker noch Tinte noch Medien haben irgendetwas hinzugefügt oder unterschlagen von dem, was ich in der EBV erstellt habe. Wenn Fehler, dann mein Fehler. Die Haptik ist gleichartig grandios bei allen vier Varianten, ebenso die Druckresultate. Man kann sich bei der Medienwahl völlig von Emotionen leiten lassen, ganz losgelöst jedweder Technikbedenken.

Unter dem Strich kann ich nur höchstes Lob aussprechen für die vier heiß- und kaltgepressten Neulinge. Sie bieten mehr Potential als die anderen Epson-Mattpapiere, stoßen vor bis in die Nischen, wo sich Anbieter wie Hahnemühle und Moab bereits gemütlich eingerichtet haben und bieten dabei sichere Integration in das Epson-System, welches physikalische und chemische Eigenschaften und Verträglichkeit von Gerät, Tinte und Medien garantiert.

Nachteile: keine - Vorteile: nur!

Danke fürs lesen,

Thomas Berg

(2 Stimmen )
Seiten anzeigen (8 Seiten)

Erstellt am Juni 20, 2011

Letzte Änderung am Juni 3, 2014

Thomas Berg Thomas Berg (twberg)

Porz, Germany
Basic, 1 post

2 Kommentare

Thomas Berg (twberg) am Juli 15, 2011

Danke für die Blumen, Pierre, aber ich denke das die Risiken für ein Mißgeschick bei beiden Geräten gleich gegeben sind. Bedenke, den "großen" R3880 kann man ja zunächst auch mit Postkartengröße beschicken. In den R3000 passt aber niemals DIN A2... Ehrlich, es ist kein Hexenwerk, mit einem Epson einen guten Druck hinzukriegen. Richte deine Kaufentscheidung getrost an Papiergröße und Monatsdurchsatz aus.

Benutzer am Juli 14, 2011

Besten Dank für diesen tollen Bericht. Macht einem Lust aber auch gleichzeitig etwas Angst. Kann ich dieses Gerät wirklich auch richtig einsetzen damit das Resultat auch wirklich stimmt am Schluss? Wäre es nicht doch geschickter mit einem preiswerteren R3000 einzusteigen? Ein Missgeschick dürfte ein wenig weniger schmerzen, oder bin da ganz falsch?

G