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Zubehör-Testberichte Anleitungen

Epson Stylus Pro 3880 Testbericht

Thomas Berg (twberg)


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So, jetzt wird es aber Zeit, das aufgestellte Gerät einmal zu zeigen.

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Front

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Seite

Sämtliche elektrischen Anschlüsse befinden sich auf der Geräterückseite und die geraten niemals in Konflikt mit einer Wand, da der Drucker respektablen Wandabstand braucht, um vernünftig bedienbar zu sein. Ich rate - zumindest für die erste Zeit - zu einer freien Aufstellung aus folgendem Grund: für die großen Blätter im Format DIN A2 braucht man nicht nur beide Hände, sondern auch einen guten Stand mit Blick auf den Einzugsschacht und das geht am besten wenn man hinter dem Gerät steht oder zumindest seitlich freien Zugang hat. Nach dem ersten Druck will man ja vielleicht gleich ein zweites Blatt drucken; dann ist die Frontklappe schon auf, die Papierführung herausgezogen und dadurch entfaltet sich der Drucker soweit, daß selbst ein Dirk Nowitzki in vorgebeugter Haltung Schwierigkeiten haben würde, einen Bogen Papier von vorne sauber einzufädeln. Außerdem sollte das Printmedium während des Einzugsvorgangs nicht an einer Zimmerwand entlang reiben (und ganz sicher nicht an Rauhfasertapete) denn der Bogen wird während der Einfädelung vor- und zurückgeschoben. Zusätzlicher Reibungswiderstand wäre hier unerwünscht bis schädlich.

Idealer Aufstellort für die ersten Tage ist ein solider freistehender Tisch mit zumindest 60 mal 120 cm freier Fläche (mehr ist besser), denn wir benötigen neben Platz für den Drucker auch Platz für den Karton mit dem Papiervorrat sowie Platz zum Ablegen eines gerade bedruckten Bogens.

Der Pro 3880 baut für meine Wohnung zu groß; ich habe daher ein freies Büro beim Arbeitgeber benutzt, was mir nach Dienstschluß leichten Zugang erlaubt hat und die Chance bot, Ergebnisse und Vorgehensweisen mit Kollegen zu diskutieren und somit nicht nur allein meine Eindrücke in diesen Bericht einfließen zu lassen.

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Formate

Abgebildet sehen Sie den Drucker auf einem robusten bürotypischen Stahlrahmentisch von 80*160 cm Größe. Schnell hat sich gezeigt, daß die freie Aufstellung einige Vorteile für die Zeit der Inbetriebnahme und des Kennenlernens hat und empfehle das jedem zur Nachahmung.

Ist ein geeigneter Platz gefunden und der 3880 aufgestellt, kann es an die Inbetriebnahme gehen. Da mein Testgerät bereits in Gebrauch war und die Tintentanks installiert, brauchte ich die "Ersten Schritte" der Neugeräte-Inbetriebnahme nicht zu gehen. Was da zu tun ist, steht narrensicher beschrieben in Handbuch und Faltblatt. Ich möchte an dieser Stelle lediglich kurz den mahnenden Finger heben und alle Eiligen daran erinnern, die noch eingeschweißten Tintenkartuschen zunächst gut zu schütteln und erst dann zu öffnen und zu installieren. Soviel Zeit sollte sein, denn es handelt sich um Pigmenttinte und die bei Lagerruhe möglicherweise gebildeten Pigmentklümpchen könnten dem flammneuen Druckkopf vom Fleck weg eine akute Düsenverstopfung bescheren und "Abführmittel" (von Düsenreinigung bis hin zu Geräteaustausch) sind mindestens lästig. Ein wenig Schütteln fürs gute Gefühl sollte einem das Druckerschätzchen schon Wert sein, auch bei jedem Patronenwechsel, versteht sich.

Für meine Testphase wollte ich sowohl USB als auch TCP/IP Netzwerkanschluß nutzen und habe beide Kommunikationswege installiert, um sie wahlfrei anschließen zu können. Das funktioniert auch problemlos. Normale USB-Kabelverbindungen sollten ja nicht länger als 5 Meter sein, längere Kabelwege erfordern spezielle Repeater-Kabel. Das Gerät benötigt viel Stellplatz und so empfinde ich den Netzwerkanschluß für eine Aufstellung abseits des Schreibtischs als die bessere Wahl, wenn noch Platz zum schreiben verbleiben soll.

Die ordnungsgemäße Funktion testet man am besten mittels eines Düsentests auf Schreibpapier. Hierbei werden alle wesentlichen Aspekte der Datenübertragung und des Druckablaufs genutzt, bei minimalem Papier- und Tintenverbrauch. Tritt ein Fehler auf, beispielsweise wird der Tintenstand angezeigt aber der Düsentest startet nicht, sollte man einfach nochmals beherzt den Druckertreiber installieren. In der Windows-Welt wird dabei eine weitere Geräteinstanz angelegt, das sollte einen nicht weiter stören, da es langfristig sinnvoll ist, dem physischen Gerät mehrere "logische Drucker" in Form von Aufgabenprofilen zuzuordnen und diese jeweils mit maßgeschneiderten Einstellungen für Medientyp und Mediengröße zu versehen. Dazu gleich mehr.

Da 3880 ist ein Gerät mit der Fähigkeit für beeindruckende Druckergebnisse ist, man sollte den Düsentest solange wiederholen, bis entweder ein fehlerfreies Druckbild entsteht oder nach mehreren Fehlversuchen doch ein Spülvorgang ratsam erscheint. Ich halte es so: ein Blatt DIN A4 Normalpapier genügt für vier Düsentests, sind nach vier Versuchen noch immer nicht alle Düsen frei, wird gespült und auf einem frischen Blatt der Spülerfolg verifiziert.

Selbst der Druck der Windows-Druckertestseite setzt bestimmte Einstellungen im Druckertreiber voraus; bei Druckern dieser Qualitätsklasse ist nichts so einfach wie es auf den ersten Blick scheint. Also: Klappe für Standardpapiere öffnen, Normalpapier einlegen, den Druckertreiber auf Mehrfacheinzug Normalpapier (anstatt Voreinstellung Luster) setzen und Test starten. Dafür ist es zunächst gleichgültig, ob Mattschwarz oder Photoschwarz gewählt wurde, beide Tinten fließen durch dieselben Düsen. Die Testseite sollte mit einwandfreiem Ergebnis gedruckt werden als Beleg für die fehlerfreie Installation.

Da der Pro 3880 ja etliche Papiersorten und Formate verträgt und diese ganz unterschiedliche Treibereinstellungen erfordern, kann es sehr hilfreich sein, mehrere Druckaufgabenprofile für ein Gerät anzulegen mit jeweils angepaßten Einstellungen und natürlich mit angepaßten Namen, damit man sich stets zurechtfindet. Dieses Vorgehen empfehle ich besonders den Nutzern des Epson Print Plug-In. Der Vorteil liegt einfach darin, sich nur einmal mit den optimalen Treibereinstellungen für eine bestimmte Kombination aus Medienart und Größe beschäftigen zu müssen. Einmal mit aussagekräftigem Namen abgespeichert, kann man aus jeder Software ohne Angst vor Fehleinstellungen Druckaufträge absetzen, indem man den Auftrag ans passende logische Gerät übergibt.

Maßgeschneiderte persönliche Druckeinstellungen können zum Einen innerhalb des Treibers abgespeichert werden oder alternativ im Betriebssystem als "logische Drucker" über die Geräteinstallation erstellt werden. Wer mag, kann sich für drei bevorzugte Medien und vier Druckformate zwölf Geräte-Instanzen mit passenden Treibereinstellungen erstellen, die man nur einmal einrichten muß und danach blindlings verwenden kann.

Um einen physischen Drucker als mehrere logische oder virtuelle Drucker unter Windows 7 zu erstellen, ist folgendes zu tun:

Unter Geräte und Drucker - Drucker hinzufügen - Einen lokalen Drucker hinzufügen - Vorhandenen Anschluß verwenden - (USB oder TCP/IP Port selektieren) - den vorhandenen Druckertreiber zum Epson Pro 3880 anklicken und bestätigen, daß der bereits installierte Treiber benutzt (und nicht erneut installiert) werden soll. Bei der Aufforderung zur Eingabe eines Druckernamens können Sie den Vorschlag "Epson Stylus Pro 3880" durch einen aussagefähigeren Namen ersetzen, welcher den angepeilten Verwendungszweck gut widerspiegelt, z.B. "SP3880 FineArt USFAP Matt A2", entsprechend einer Treiberkonfiguration für Kunstdruckmedien des Typs UltraSmooth für Mattschwarz und Format DIN A2.

Der Epson-Druckertreiber ist ein clever programmiertes Stück Software. Sie können auf diese Weise zahllose virtuelle Drucker aus einem physischen Gerät erstellen und das Beste daran ist, daß farbmanagementfähige Software wie Photoshop mit den Treibereinstellungen in Dialog tritt und die Software vor dem Druckvorgang die Treibereinstellungen erkennt, respektive passend setzt. Insbesondere müssen Sie vor dem Druck nicht mehr auf doppeltes Farbmanagement prüfen. Setzt man im Druckdialog von Photoshop den Schalter "Farbverwaltung durch Photoshop" und das zum Papier passende Profil (im Zweifel relatives Farbrendering mit Tiefenkompensation wählen), steht einem befriedigenden Druckergebnis wenig entgegen. Auf das Wenige komme ich später noch zu sprechen.

Zunächst einmal wäre noch anzumerken, daß Nutzer des Epson NetPrint-Tools offenbar nur einmal die Chance haben, ihrem Drucker einen passenden Namen zu geben. Mir zumindest ist es nicht gelungen, die Gerätebezeichnung nachträglich zu ändern. Windows verweigert die Umbenennung mit einer Fehlermeldung; der NetPrint Port kann wohl nur einmal einem physischen Gerät zugewiesen werden. Aufgabenprofile können dann nur innerhalb des Treibers erstellt und verwaltet werden.

Anders verhält es bei USB sowie der direkten TCP/IP-Adressierung: hier kann man nachträglich beliebig oft Geräte zufügen, die Treibereinstellungen ändern und sich jedesmal neue Druckernamen dazu schaffen, welche dann auf Geräteverwaltungsebene zugänglich sind. Klarer Vorteil für die zu-Fuß-Methode. Tools sind eben auch nicht allmächtig.

(2 Stimmen )
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Erstellt am Juni 20, 2011

Letzte Änderung am Juni 3, 2014

Thomas Berg Thomas Berg (twberg)

Porz, Germany
Basic, 1 post

2 Kommentare

Thomas Berg (twberg) am Juli 15, 2011

Danke für die Blumen, Pierre, aber ich denke das die Risiken für ein Mißgeschick bei beiden Geräten gleich gegeben sind. Bedenke, den "großen" R3880 kann man ja zunächst auch mit Postkartengröße beschicken. In den R3000 passt aber niemals DIN A2... Ehrlich, es ist kein Hexenwerk, mit einem Epson einen guten Druck hinzukriegen. Richte deine Kaufentscheidung getrost an Papiergröße und Monatsdurchsatz aus.

Benutzer am Juli 14, 2011

Besten Dank für diesen tollen Bericht. Macht einem Lust aber auch gleichzeitig etwas Angst. Kann ich dieses Gerät wirklich auch richtig einsetzen damit das Resultat auch wirklich stimmt am Schluss? Wäre es nicht doch geschickter mit einem preiswerteren R3000 einzusteigen? Ein Missgeschick dürfte ein wenig weniger schmerzen, oder bin da ganz falsch?

G