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Zubehör-Testberichte

Epson Perfection V600 Photo Praxisbericht

Joerg Brosseit (Colorsphere)


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Testbericht Epson V600

Ich hatte die Möglichkeit, den Epson V600 zu testen.

(Anmerkung Nikonians - Von Zeit zu Zeit bekommen wir Testgeräte leihweise zur Verfügung gestellt. Diese geben wir dann für Tests weiter.)

Auspacken, aufstellen, installieren, der erste Blick

Der V600 ist bekanntlich ein Flachbrett-Scanner mit einer Din A4-Scanfläche. Weitere inforamation über Technische Details, gibt es im Bereich "Technik" 

Angenehme Überraschung: im Lieferumfang ist auch das notwendige USB2-Kabel enthalten – oft muss man das Kabel ja extra kaufen.

Die Installation mittels der mitgelieferten Software geht problemlos und fast vollständig ohne Eingaben über die Bühne. Neben der Scanner-Software von Epson findet man auf der beiliegenden Disk auch das Benutzerhandbuch (im PDF Format), eine Text-Erkennungs-software, das "Epson Copy Utility" und den "Epson Event Manager".

 Das "Epson Copy Utility" wird gestartet, sobald am V600 die "Druck"-Taste betätigt wird. Der "Epson Event Manager" führt die den einzelnen Tasten zugeordneten Funktion aus und erscheint in der Taskleiste.

Nach erfolgreicher Installation der Software (während der der Scanner nicht angeschlossen sein darf), muss –  vor dem Einstecken des USB Kabels – die Transportsicherung entriegelt werden. Dann das Gerät am Hauptschalter einschalten und es kann losgehen.

Im Lieferumfang sind auch zwei Filmhalter enthalten, einer fürs Kleinbild-Format und einer fürs Mittelformat – leider beide in einer leichten, biegsamen Plastik-Ausführung.

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Die vier Tasten auf der Geräte-Front

Die vier Tasten auf der Geräte-Front


Mit dem Betätigen der ersten Taste speichert man den gescannten Inhalt in eine PDF-Datei, die mittels einer Suchfunktion der mitgelieferten Text-Erkennungssoftware durchsucht werden kann. Mit der zweiten Taste wird der Scan direkt an das eMail-Programm geleitet. Die dritte Taste schickt den Scan an den Drucker, die vierte ruft die Epson-Scannersoftware auf. 

Der Scanner verfügt über die ICE-Technologie (Was heißt ICE?). Sie erkennt und entfernt automatisch Kratzer und Staub aus dem gescannten Dokument. Das gelingt aber nicht vollständig und so ist es oft notwendig, von Hand nach zu arbeiten.

Der Scanner hat eine relativ kurze Aufwärmphase und ist schnell zum ersten Scanvorgang bereit.

Der Deckel ist vollständig abnehmbar, hängt dann aber leider an dem Kabel fest, mit dem die

Lichtquelle für das Scannen von Dias mit Strom versorgt wird. Es kann nicht abgemacht werden, was etwas hinderlich ist.

Das Scannen von Aufsichtvorlagen

Das Scannen von Aufsichtvorlagen ist wie bei allen Scannern dieser Bauweise sehr einfach. Vorlage auflegen – Vorschau-Scan – eventuelle Anpassung von Einstellungen – Feinscan.

Dabei ist es hilfreich, dass man den Deckel abnehmen kann. Denn so ist es auch möglich, ein dickes Buch oder Ähnliches auf zu legen. Bei großen Vorlagen funktioniert die Erkenn-ung des zu scannenden Bereichs ohne Probleme.

Wenn man aber mehrer kleine Zettel (z. B.  Kassenzettel) auflegt, gibt es keine eindeutige Erkennung der einzelnen Zettel. Es wird ein großer Rahmen um alle Objekte gezogen und es ist notwendig, die einzelnen Objekte noch zusätzlich händisch zu umrahmen. Wer eine große Menge an Bildern auf Papier digitalisieren möchte, muss somit den Rahmen von Hand an das jeweilige Bild anpassen.

Schön ist die Möglichkeit, eine automatische Durchnummerierung bei der Vergabe der Dateinamen der gescannten Dokumente in der Software zu aktivieren. Beim Scannen von mehreren Bildern ist das sehr hilfreich.

Das Scannen von gerahmten Dias und Kleinbild-Streifen

Um Dias zu scannen, muss man zuerst die Abdeckung von der Lichteinheit im Deckel entfernen. Diese Lichteinheit befindet sich genau hinter der weißen Auflage, die für die Scans von Aufsichtvorlagen verwendet wird. Jetzt wird noch der passende Filmhalter aus dem mitgeliefertem Zubehör benötigt. Es gibt – wie bereits erwähnt – zwei Versionen: Für Kleinbild-Filme und für Mittelformat-Filme. (Getestet hab ich nur die Kleinbild-Version – die Vorgehensweise bei Mittelformat dürfte aber gleich funktionieren).

Der Plastikhalter hat auf einer Seite eine Aufnahme für Filmstreifen mit einer maximalen Länge von bis zu sechs Bildern. Auf der anderen Seite befindet sich die Aufnahme für bis zu vier gerahmte Dias. (Aufgrund der leichten Bauweise der Halter empfiehlt sich ein vorsichtiges Umgehen damit).

Der Filmstreifen-Halter hat an der Seite kleine Nasen, die für eine genaue Fixierung auf dem Scanner vorgesehen sind und so eine gewisse Genauigkeit bei der Positionierung ergeben (genaue Position unter der Durchlicht-Lampe).

Gerahmte Dias werden direkt in den Halter eingelegt und liegen dann auf der Glasoberfläche des Scanners auf. Hier ist es wieder wichtig, dass die Dias mit Hilfe des Halters an der richtigen Stelle für die Durchlicht-Einheit platziert sind.

Wie bei den meisten Scannern gibt es bei planen Streifen und gerahmten Dias keine Probleme. Bei gewölbtem Dias oder gerolltem Filmmaterial wird es komplizierter und ein Eingreifen mit den Fingern oder anderen Hilfsmitteln wird notwendig. Dabei bekommt man sehr schnell Schmutz, Fuseln oder Fingerabdrücke auf das Material.

Hat man dann den Deckel geschlossen, funktioniert der Scan wie bei den Aufsicht-Scans. Die Erkennung des Materials / Rahmens ist ganz ordentlich. Sehr dunkle oder helle Vorlagen können aber Probleme machen und werden leider nicht immer erkannt. Eine Anpassung von Hand wird dann nötig, bevor man den Scan startet.

Mein Fazit

Beim Epson V600 handelt es sich um ein ordentliches Allround-Gerät das gut und einfach zu bedienen ist. Auch die Möglichkeit, im Experten Modus detaillierte Anpassungen ein zu stellen, ist vorhanden.

Die Qualität beim Scannen von Papiervorlagen (Aufsicht) ist als gut anzusehen. Bei Scans von Dias (Durchsicht) ist das Ergebnis nicht ganz so gut. Leider ist dabei durch die doch niedrige Gesamtauflösung ein erstklassiges Ergebnis nicht zu schaffen. Für meine Augen waren meine Scans fast immer auch als solche zu erkennen).

Der Epson V600 ist ein gutes Einstiegsgerät in die Welt des Digitalisierens von Dokumenten und Fotoabzügen. Allerdings hat er seine Grenzen bei der Digitalisierung von Dias. Für das Scannen von großen Mengen und Sammlungen ist der V600 zu umständlich und zeitauf-wendig.

Weitere Informationen und das Handbuch kann man sich auf der Epson Homepage ansehen und runterladen.

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Erstellt am Juni 22, 2010

Letzte Änderung am Oktober 16, 2014

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