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Nikon 16-80mm f/2.8-4E ED AF-S VR

Holger Holger

Kommt aus: Roeschenz, CH
1349 Beiträge

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Holger Moderator Awarded for his excellent article contributions to the Resources. Awarded for his wide variety of skills, a true generalist both in film and digital photography. Nikonian seit 30th Dec 2002
Sun 06-May-18 01:41 AM
Zwar bin ich vor Jahren mit dem Erscheinen der D600 und D800 schon auf das FX-Format umgestiegen, mindestens eine kleine DX-Nikon lag jedoch immer in der Fototasche, als Reise- und Ersatz-Nikon, weil sie so klein und leicht sind. Haben wir anfangs die billigste Variante für diesen Zweck gewählt, erst die D3000, dann die D3100, und schliesslich die D3300, so habe ich dann irgendwann doch meinem NAS nachgegeben und eine D5500 gekauft, das damalige (und für mich immer noch aktuelle) Spitzenmodell der kleinen Dxxxx-Reihe.

Was mir aber immer fehlte, das war ein dezentes Reise-Objektiv: die Kit-Objektive, egal ob 18-55, 18-105 oder 18-140, waren gemäss Tests zwar gut und vor allem deutlich besser als das, was die Konkurrenz ihren Einsteiger-Kameras mitlieferte, wirklich toll sind sie jedoch trotzdem nicht, ausserdem fehlte mir immer ein weitwinkeliger Anfang, 16mm (entsprechend 24mm an FX) müssen es schon sein. Das 16-85mm f/3.5-5.6 war mir dem 18-200mm zu ähnlich: zu kleine Blende, nicht wirklich überzeugende Qualität für einen doch nicht ganz niedrigen Preis.

Also nutzten wir als Kompromiss das klassische Nikon DX-Reisezoom einerseits, das 18-200mm, was die kleine Kamera aber relativ unhandlich, kopflastig und schwer machte, alternativ die einzige DX-Festbrennweite, das 35mm f/1.8 DX AF-S Objektiv. Letzteres liefert zwar tolle Ergebnisse, ist aber mit effektiv rund 53mm Brennweite (auf FX bezogen) nicht weitwinkelig genug, das sollte schon mindestens die klassische 35mm Brennweite sein, also ca. 23mm in DX.

So etwas gibt es leider bis heute nicht, sieht man von den FX-Festbrennweiten mit 20 oder 24mm Brennweite und Blende f/1.8 ab, die jedoch relativ gross ausfallen für die kleine Kamera (vor allem verglichen mit den kleinen Festbrennweiten von Fujifilm), also wartete ich weiter.

Eines schönen Tages schien mein Wunsch dann doch in Erfüllung zu gehen: Nikon zauberte das 16-80mm f/2.8-4 aus dem Hut, als hochwertiges und lichtstärkeres Standard-Objektiv für die bald darauf lancierte D500.

Genau die 16mm am Anfang, und mit 80mm Brennweite auch am langen Ende lang genug, so dass es als Universal-Objektiv für Reise und Veranstaltungen einsetzbar ist.

Aber! Das grosse Aber war der Preis: rund 1'000 Fr./EUR für eine Objektiv, das nach ersten Testberichten zwar sehr gut, aber nicht eben wirklich herausragend war! Das weit von der metallenen Qualität des bisher einzigen Nikon DX-Profizooms, des 17-55mm f/2.8 entfernt schien, dazu noch in der identischen Aufmachung wie die billigeren Standardobjektive erschien, wenn auch zumindest mit Metall-Bajonett und Abdichtung gegen Spritzwasser.

Also liess ich die Finger davon, konzentrierte mich auf meine D750 und nutzte die D5500 gelegentlich mit dem kleinen Standardzoom, wenn kleines Gewicht und Grösse wichtig waren, nicht so sehr die Bildqualität.

Was schade war: natürlich ist DX nicht FX, und natürlich ist die D750 eine der kleinsten und leichtesten FX-Gehäuse, aber nach einer Schulter-Operation, nach der ich keine schweren Sachen heben oder gar oben halten sollte, zählte jedes Gramm. Und so trennte ich mich schweren Herzens von einer hübschen Stange Geld, um endlich das kleine Zoom auf meine D5500 schrauben zu können.

Und: ich habe es nicht bereut! Natürlich ist das Objektiv schwerer als die Kit-Linsen, Glas für eine Blende 2.8 am kurzen Ende ist nun einmal gross und wiegt. Aber: das Gesamtpaket ist trotzdem sehr kompakt, deutlich leichter und kleiner als die D750 mit dem entsprechenden 24-120mm f/4.

Wenn auch die Ausführung mit den anderen Prosumer-Zooms übereinstimmt, durch die kompakte Grösse fühlt sich das Objektiv sehr wertig und "dicht" an. Der Zoomring läuft in meinem fall sauber über die gesamte Brennweite, die Scharfstellung erfolgt schnell und geräuschlos.

Sehr speziell ist die Streulichtblende: keine runde Tulpenform wie beim 18-200mm, sondern eine eckige Grundform, die das Verstauen etwas mühsamer macht (sie liegt nicht so eng am Objektiv an wie meine anderen Gegenlichtblenden), dafür ist die Ausführung um Welten besser: fest, solide und im Vergleich sehr viel aufwändiger gefertigt, dazu mit einem interessanten Detail, nämlich einem Entriegelungsknopf. Dadurch, dass die Blende besser einrastet und nur mit Druck auf den Knopf freigegeben wird, hält sie auch besser, wenn man einmal irgendwo mit der Blende anschlägt. Das sollte sich auch an anderen Nikon-Objektiven durchsetzen, eine feine Sache.

Und was macht die Optik? Schliesslich kauft man ein Objektiv ja nicht, um nur daran herumzufummeln, sondern um Bilder zu machen. Ich war gespannt, weil eben auch die Testberichte auf dem Netz von reiner Euphorie bis hin zu sehr kritischen Aussagen reichten.

Kurz gesagt: ich bin absolut zufrieden. Absolut, weil die Bildqualität für ein sehr gutes Mittelklasse-Zoom perfekt ist. Natürlich ist die Verzeichnung im Weitwinkel heftig, und natürlich gibt es Farbsäume bei Details mit hohem Kontrast im Randbereich, das sind jedoch alles Dinge, die entweder bereits in der Kamera (für den, der in jpg Fotografiert) oder spätestens in Lightroom mit einem Mausklick behoben sind. Schärfe, Auflösung und der allgemeine Bildeindruck sind genau so, wie ich es mir für das viele Geld erwartet habe.

Dazu der perfekte Brennweitenbereich: 16mm (entsprechend 24mm in FX) ist für die Reise einfach erforderlich, und die 80mm am anderen Ende, 120mm in FX, reichen für einen guten Ausschnitt oder auch ein schönes Portrait.

Das Objektiv erfüllt meine Anforderungen daher vollkommen. Es ist teuer, das steht ausser Frage, aber man bekommt ein Allround-Zoom für sein Geld, das auch höheren Ansprüchen genügt und trotzdem noch kompakt und "reisefähig" bleibt.

Hier noch zwei Muster:

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Holger - Nikonian in Switzerland

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