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Zubehör-Testberichte

Testbericht EPSON Stylus Photo R3000

Thomas Berg (twberg) am Januar 12, 2011


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"Ach, nur ein Drucker, nichts besonderes," könnte man auf den ersten Blick meinen. Dem halte ich entgegen:

1) Epson beweist mit diesem Gerät, daß man Kundenkritik annimmt und und bei Neuentwicklungen umsetzt

2) Epson steigert spürbar Benutzerkomfort und Druckqualität

Lens 60mm
Der Epson Stylus Photo R3000

Der neue SP-R3000 verwendet die für erstklassige Druckergebnisse bekannte UltraChrome K3 Vivid Magenta Pigmenttinten, übernommen von den Schwestermodellen R2880 und R3880. Der R3000 stellt ein neues Mitglied dieser Familie dar; durch Fortentwicklung der bewährten R3880-Technologie ist sichergestellt ,das die erzielbare Druckqualität mindestens so gut ist wie jeder erwartet. Die kleinstmögliche Tropfengröße beträgt nun 2 Picoliter statt 3 pl, zusammen mit Verbesserungen in der Düsenansteuerung führt dies zu feineren Tonwertübergängen und sogar zu einer leichten Erweiterung der Druckergamuts. Damit wird nun auch das letzte Quentchen Leistung aus der Tinte gepresst.

Das ist sicher eine gute Neuigkeit, wird aber kaum jemanden vom Hocker reißen der mit der Epson-typischen Druckqualität vertraut ist. Vermutlich wird auch die signifikante Vergrößerung der Tintenpatronen auf nunmehr fast 26 ml kaum Kaufrausch auslösen; für eine Modellüberarbeitung wurde diese Verbesserung einfach erwartet.

Die wahre Revolution dieser Neukonstruktion findet sich hinter der Frontklappe: Epson hat dort eine Papierzuführung einkonstruiert, die wahrhaft narrensicher funktioniert und deren Benutzung eine reine Freude ist. Vorbei die Zeit des fummeligen Einführens und Andrückens, vorbei die Angst vor schief gezogenen Bögen. Das Papier wird nun ausschließlich von vorne eingezogen und dabei präsise genug ausgerichtet, um sogar randlos ohne Kantenerweiterung drucken zu können. Ziemlich beeindruckend, wie anwenderfreundlich die Konstrukteure von Epson dies beim R3000 umgesetzt haben. Definitiv ein Grund, dieses Modell zu kaufen!

Viele Nutzer des R2880 sind nicht allzu glücklich mit dem händischen Patronenwechsel zwischen Mattschwarz und Photoschwarz. Epson hat das Kartuschensystem nach dem Vorbild des R3880 umkonstruiert und eine automatische Umschaltung in Abhängigkeit vom gewählten Papier eingebaut. Dies wird von den Einstellungen im Druckertreiber gesteuert.
Da die Patronen nicht mehr auf, sondern abseits des Druckkopfs sitzen, wird die Tinte über Schläuche zugeführt. Beim Wechsel der Schwarztinte muß daher der Schlauch für Schwarz gespült werden, wobei etwa 1 milliliter Tinte verloren geht. Das ist leider unvermeidlich, aber die Steuerung des Wechselvorgangs ist wiederum sehr nutzerfreundlich: erst unmittelbar vor dem Druck wird tatsächlich gespült. Man kann sich also bei der Papierwahl beliebig oft umentscheiden, das kostet keine Tinte, gespült wird erst wenn es notwendig ist und dann kurz vor Druckbeginn. Gut so.

Soweit ich es beurteilen kann besitzt der neue R3000 lauter Siegergene und wird es dem älteren Bruder R2880 im Markt schwer machen. Der R3000 verfügt eigentlich über alles, was man sich an einem Drucker im A3+ Format wünschen kann. Beispielsweise: Netzwerkanbindung über Kabel oder eingebautem WiFi, angemessene Tintenkapazität, perfektes Papierhandling, Profilunterstützung für zahlreiche Kunstdruckpapiere, lokale Gerätebedienung mittels Farbdisplay und Assistentenfunktionen,... Der R3000 ist zweifellos ein ernstzunehmendes Werkzeug für Qualitätsdrucke und überzeugt mich mit Leistung und Anwenderfreundlichkeit.

Das macht neugierig, was im Hause Epson wohl sonst noch in der Entwicklung ist.

Der SP-4900 LFP zur Photokina, der R3000 zum Frühjahr - meine Glaskugel ist vernebelt aber ich bin sicher das war noch nicht alles.

r3000
Der Epson Stylus Photo R3000

 

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Thomas Berg Thomas Berg (twberg)

Porz, Germany
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3 Kommentare

Thomas Berg (twberg) am Juli 24, 2011

Wolfgang, hast vollkommen recht. Es ist nur ein Kurzbericht und wurde ohne mein Wissen als "Review" eingestellt. Sorry.

Wolfgang Exler (Exi) am März 25, 2011

Ich tue mich schwer dieses Angucken eines Druckers als testbericht zu werten.... Der R3000 verwendet exakt die selbe Tinte und Druckkopftechnik wie sein Vorgänger. Daraus denn den Schluss "2) Epson steigert spürbar Benutzerkomfort und Druckqualität" abzuleiten ist nicht nachvollziehbar. Die ersten Druckergebnisse lassen diesen Schluss nicht zu, an der Druckqualitat hat sich nichts dramatischen verändert, die Vorgänger waren ja auch schon sehr gut und in dieser Preisklasse ist das fast nicht mögli´ch. Sicherlich hat sich die Bedinung verbessert, das war ja auch höchste Zeit, der Einzelblatt-Einzug eines HP B9180 zeigt wie eine gute Lösung aussehen kann. In der aktuelle Ausgabe 02/2011 von fine art printer ist ein Artikel über vier Seiten, dieser Artikel darf sich auch zu Recht Testbericht nennen. Wolfgang

Pierre Blattner (blatgun) am Februar 20, 2011

Ja da sieht wahrhaftig einiges interessanter aus. Schade, dass man bei Epson nicht gleich 9 Patronen fest eingebaut hat. Der WIFI und der LAN-Anschluss ist bestimmt eine sehr angenehme Neuigkeit mit dem man den immer grösser werdenden Kabelsalat mindern kann. Warte gespannt auf die Verkaufspreisentwicklung.

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