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Loblied auf Nikon Df und Nikkor 58mm f/1.4-Objektiv

Richard Hulbert (rhulbert) am Januar 28, 2014


Keywords: nikon, produkt, artikel

Reden wir über exzentrisches Verhalten… Die Kombination von Nikon Df und 58mm f/1.4 G AF-S Nikkor-Objektiv…

Meinen Sie, dass sie über einen irrationalen NAS verfügen? Ob Sie ja dies toppen können!

Ja… Sie können mich für verrückt halten. Ich habe mich entschlossen, die zwei meist kontrovers diskutierten Nikon-Produkte der letzten Zeit zu verbinden und mich selbst der Herausforderung zu stellen, um zu sehen, ob ich solche Bilder machen kann, die bei mir keine Kaufreue hinterlassen würden.

Können eine neue Nikon Df-Kamera und ein neues 58mm f/1.4 Nikkor-Objektiv zusammen bei vollständiger Blendenöffnung gute Bilder machen, oder ist diese Trauung zum Scheitern verurteilt?

Warum um Himmels willen würde jemand (ich) überhaupt in die Versuchung kommen, gegen den massiven Aufschrei der Öffentlichkeit über diese 2 Produkte zu gehen?

Um die bisherigen Kommentare aus den diversen Internetseiten zu paraphrasieren, kombinieren und zusammenzufassen:

 

„die Kamera ist eine alte Technologie, die vor 2 Jahren auf den Markt freigegeben werden sollte“

„das Objektiv weist eine geringere Schärfe quer durch den gesamten Erfassungsbereich auf, als ein Objektiv des Fünftel seines Preises.“

„die Kamera ist eine Augenweide für reiche Leute, welche den einzigen Geschmack in ihrem Mund haben“

„das Objektiv hat eine niedrigere DxO-Bewertung als die meisten normalen Objektive und wird nur scharf quer durch das Blickfeld bei Blende f/11“

„der Preis der Kamera ist lächerlich hoch“

„der Preis des Objektivs ist lächerlich hoch“

„die Kamera ist ein verbesserter Dinosaurier“

„Die Pixel-Zahl ist enttäuschend und sollte 36MP gewesen sein, oder besser 54“

„die Kamera sollte den Speicher von D4, 8FPS, 2 Speicherkarten, das Video, 51 Schwerpunkte, den eingebauten Blitz, die abnehmbare Mattscheibe und USB 3 haben“

„es sollte eine spiegellose Kamera mit dem elektronischen Sucher und mit dem Fokus-Peaking gewesen sein“

„diese Kamera sollte die D400 gewesen sein“

„es ist eine Kamera im Partykostüm… tolles Aussehen, blöder Preis… ich habe auf so viel mehr gehofft… dies ist eine dumme Kamera…pathetisch“

„diese Kamera wird der größte Marketing-Fehltritt der Geschichte sein“

 

Ich muss sagen, dass ich von dem Eifer der Kommentare über das neu angekündigte Nikon Df-Kameragehäuse recht beeindruckt bin. Es ist erstaunlich, wie leidenschaftlich die Internetbenutzer über eine Kamera sind, welche die meisten Leute (gar die Fotografen) am wahrscheinlichsten gar nicht persönlich gesehen, in den eigenen Händen gehalten oder beim Bildermachen benutzt haben.

Obwohl es toll ist, dass sich die Leute so sehr für die Vertretung ihrer ersten Ansichten interessieren, so lass uns hoffen, dass niemand ihre Worte allzu ernst nimmt. Ich gebe zu, dass ich zunächst von der Bekanntmachung fasziniert war. Als ich die überwältigend negativen Kommentare von der Internet-Community der Beitragenden gelesen habe, war ich über die boshaften Bemerkungen und die Missgunst angesichts der Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte des Nikon-Engineering-Teams überrascht.

 

Also wieso habe ich dann überhaupt diese einzigartige Kamera-Objektiv-Kombination bestellt?

 

Zunächst, eine Erklärung:

A. Ich besitze keine D4.

B. Ich glaube, dass die Qualität des digitalen Sensors die kritische Komponente bei der verbesserten Digitalfotografie darstellt.

C. Ich nutze die D800E, M240 und RX1 als meine „aktiven“ Kameras zur Spektrumfotografie.

D. Somit verfüge ich über eine Ausrede, wieso ich eine Kamera mit schwacher Beleuchtung, hoher ISO und mäßigen Megapixel „brauche“, welche sich bei der Umsetzung der automatischen und manuellen Scharfeinstellung auszeichnet.

 

Vielleicht ist es einfach meine Art etwas zu „wagen“ oder bewusst gegen „den Strom“ der bisherigen Kommentare zu schwimmen, jedoch habe ich mich entschlossen, die Df zu bestellen. Ich gebe allerdings auch meine Überlegung zu, ob mich mein Bauchgefühl doch nicht zur Kaufreue und zu den größten Bauchschmerzen führen wird.

 

Wieso wollte ich die Nikon Df-Kamera… „Top 10“ Gründe, nicht alle rational

1.   Ich mag die Idee viele der Schlüsselfunktionen oberteil der Kamera zu sehen und zu kontrollieren. Als professioneller Fotografielehrer wünsche ich mir, dass jeder Student eine solche Kamera hätte, damit ich sehen könnte, wie sie die Werte in der Echtzeit während unserer „Rundgänge“ eingestellt haben.

2.   Ich mag die Vorstellung, den D4-Sensor in einem viel kleineren Gehäusevolumen und für geringere Kosten zu erwerben.

3.   Ich möchte einen besseren Autofokus haben und den Fokusfang  dann auf der Df-Kamera visuell beobachten zu können, was bei meiner D800E nicht so ausgeprägt ist… und dieses trotz dessen, dass ich hauptsächlich Objektive mit manueller Fokussierung besitze. Meine Entscheidung die Df mit dem Nikkor 58mm f/1.4-Objektiv zu koppeln wird diese Theorie prüfen.

4.   Die D800E hat vorläufig meine Sehnsucht nach einer High-Megapixel-Kamera geheilt, und diese Df wird hoffentlich vorläufig meinen Wunsch nach Aufnahmen ohne Stativ, bei schwacher Beleuchtung und mit Autofokus kurieren.

5.   Die Vorstellung, die automatische Belichtungsreihe bis zu 3EV zwischen den einzelnen Aufnahmen nutzen zu können, ist faszinierend.

6.   Ich mag die kompakten „Full-Frame“-Kameragehäuse und ich weiß, dass „klein“ relativ ist… vor allem, wenn man das Objektiv hinzufügt! Ich habe das Glück eine der kleineren Full-Frame-Messsucherkameras mit austauschbarem Objektiv zu benutzen…die Leica M240. Ich habe die Sony Alpha 7r bestellt. Ich habe und ich liebe die Sony R1. Die Nikon Df zählt zu den kleinsten DSLR-Gehäusen auf dem Markt.

7.   Ich möchte eine Kombination von einer modernen Digitalkamera und einem Objektiv, die das IQ für Porträts in der Stadt, Gegenstände und Straßenfotografie maximiert und nicht unbedingt für Werbe-, Natur-, Architektur-, oder Aktionsfotografie ausgelegt ist.

8.   Die frühen Aufschreibungen von Bjørn Rørslett (nfoto) deuten an, dass der Sichtbereich des Suchers weitaus besser ist, als die Kameras der D800-Serie, und dass die Df viel mehr für manuelle Fokuseinstellungen geeignet ist. Er behauptet ebenfalls, dass die Live-Ansicht bei der Df viel besser ist als bei den D800. Ich nehme an, ich werde noch etwas warten müssen, um zu sehen, ob Bjørn bei diesen wichtigen Merkmalen recht hat.

9.   Ich möchte ganz einfach die Parameter der Aufnahmeeinstellungen festlegen, noch bevor ich die Kamera zu meinem Auge bringe… vor allem im Einsatz bei der Straßenfotografie. Ich besitze zwei funktionsfähige Hände und ich habe nichts dagegen, sie beide bei der Knöpfen- und Reglernkonfiguration anzuwenden, wenn ich mich durch die Straßen herumtreibe.

10.   Es gibt jedes Mal ein negatives Geplauder im Internet, wenn eine neue Kamera veröffentlicht wird. Das gilt nahezu für jeden Hersteller  und jedes Model. Allerdings scheint die Df bezüglich der Menge der negativen Kommentare besonders zu führen, angefangen beim Fehlen der Eigenschaften bis zu den Vorschlägen über einen anderen Namen. Es ist fast wie eine Herausforderung für den zukünftigen Benutzer den Schritt zu wagen und zu kaufen. Für die, die sich an die ursprüngliche Star Trek-Serie erinnern, „Widerstand ist zwecklos“.

 

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