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Anleitungen

Komposition: Die Drittel-Regel – Warum?

J. Ramon Palacios (jrp) am Januar 31, 2014


Keywords: kamera, grundlagen

 

Wir haben gelernt, dass die Einhaltung der Drittel-Regel die optimale Objektpositionierung im Sucher liefert, das heißt, es ist viel angenehmer zum Anschauen, wenn das Motiv an einem der vier Schnittpunkte angelegt wird, welche durch die waagrechte und senkrechte Aufteilung des Feldes in drei entstehen, wie es durch die Kreise in dem Musterbild unten dargestellt wird.

 

Zu Illustrationszwecken, ist das nächste Bild unten ein Negativ-Beispiel dafür, wie eine Motivpositionierung nicht durchgeführt werden solltet. Die Platzierung der Person ist genau in die Mitte auf der waagrechten Linie und zu hoch an die senkrechte Linie entlang positioniert:

Nikonian-Kollege John Bloom (jbloom) darf hier als kompositionsbeispiel dienen.

 

Und was viel mehr vorgezogen werden sollte, ist dieses:

Nikonian-Kollege Richard Hulbert (rhulbert)

 

WARUM

Es war erst im 2003, wie ich vom Fibonacci fasziniert wurde, als Folge des Bestsellers von Dan Brown „The Da Vinci Code –Sakrileg“, welcher später ein besonders unterhaltsamer, gut gemachter Film geworden ist.

 

Ich hatte nur sehr vage Erinnerung an das Werk von Fibonacci und an die Fibonacci-Reihe, also habe ich mit der Recherche über ihn angefangen.

Fibonacci wurde als Leonardo Pisano in Pisa, Italien, rund um 1170 geboren. Sein Vater war ein sehr erfolgreicher Kaufmann, Guglielmo Bonacci. „Der Sohn des Bonaccio“ heißt im Italienischen „filius Bonaccii, was zum Fibonacci abgeleitet geworden ist.

Sein Vater hat ihn nach Nordafrika (Algerien) geschickt um ihre Handelsstelle im Mittelmeerraum zu verwalten. Dort hatte er die Bekanntschaften mit den maurischen, hinduistischen, persischen und arabischen Kaufmännern und Gelehrten gemacht, von welchen er viel Wissen gewonnen hat, welches er dann später selbst vermehrt hat.

Sein erstes handgeschriebenes Buch „Liber Abaci“ (1202) ist ein Rechenbuch über das indo-arabische numerische System (welches wir alle heutzutage benutzen, im Gegensatz zum römischen Zahlensystem), über die Arithmetik, Geometrie und Algebra, samt der praktischen Anwendung. Dieses und die weiteren fünf Bücher haben ihn bis heute zu einem der bedeutendsten Mathematiker des Mittelalters gemacht.

 

DIE FIBONACCI-FOLGE

1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144, 233, 377, etc., ist eine unendliche Folge von Zahlen, bei welcher jede folgende Zahl die Summe der zwei vorigen Zahlen ist. Diese Folge wurde den indischen Mathematikern bereits im 6. Jahrhundert bekannt, allerdings hat erst Fibonacci als Problemlöser gezeigt, wie sie zu benutzen ist, um das Wachstum einer Kaninchenpopulation zu berechnen. Heutzutage ist sie in der EDV, bei dem Verschlüsselungsverfahren und in vielen anderen Bereichen angewandt.  

 

DIE FIBONACCI-FOLGE IN DER NATUR

Wenn man ein Rechteck mit der Anwendung der Fibonacci-Folge zusammenbaut, indem man weitere Rechtecke hinzufügt, so würde es folgendermaßen aussehen:

 

Und wenn man einen Bogen zeichnen würde, welcher bei dem ersten Rechteck in der Folge anfängt und dann die jeweils freibleibenden Ecken miteinander verbindet, so bekommt man eine Spirale, welche in solcher Form auch bei der geometrischen Anordnung der Blütenköpfe oder der Nautilusschale zu finden ist.

 

Die Anzahl der Blütenblätter bei vielen Blumen und der Stämme bei den Bäumen sind alle durch die Fibonacci-Folge ausgedrückt.

Außerdem scheint sie schon immer in der Natur gegenwärtig zu sein, angefangen bei den Atom- und Ionenbindungen, bis zu den Quasikristallen oder den Galaxien.

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