Bildqualität
Nach meiner Erfahrung mit dem 17-50 von Tamron hätte ich mich gewundert, wenn Tamron sich hier einen Ausrutscher geleistet hätte. Hat Tamron aber nicht, die Bilder, die ich mit der D300 von meinem Stativ geschossen habe, sind absolut vergleichbar.
Was bei den Vergleichsbildern auffällt ist, dass die Belichtungssteuerung der Nikon D300 beim Tamron immer mindestens eine halbe Blende knapper belichtet als mit den Nikon-Objektiven. Ich habe die Testbilder absichtlich genau so gelassen, wie sie aus der Kamera kamen, im richtigen Leben würde ich allerdings etwas kompensieren. Die Wahrheit liegt ungefähr zwischen den beiden Werten: mit Nikon-Objektiven habe ich immer eine feste Belichtungskorrektur von Minus 0.3 Blenden eingestellt, mit dem Tamron kommen etwa Plus 0.3 zum korrekten Ergebnis.
Die Testbilder sind mit neutraler Kamera-Einstellung an der D300 gemacht, ohne irgendeine Nachbearbeitung direkt in TIF umgewandelt, anschliessend ein 100%-Ausschnitt aus der Mitte herausgeschnitten.
Was neben der Differenz in der Helligkeit auffällt, ist vor allem, dass eben kaum etwas auffällt. Selbst die Festbrennweite 35 mm f/1.8 AF-S kann sich nicht wirklich von den Ergebnissen der Zooms absetzen, der grösste Vorteil dieses Objektives liegt eher in der kleinen Abmessung und natürlich der Lichtstärke.
Die Vergleiche im linken und rechten Randbereich fehlen bei den Beispielen, das Ergebnis sieht aber praktisch gleich aus. Die 35er Festbrennweite und das 17-55 mm f/2.8 können sich hier etwas besser aus der Affäre ziehen, die beiden Extrem-Zooms sind aber auch hier nur minimal schlechter, was erst wirklich auffällt, wenn man Details bei 100% betrachtet. Das Können bei der Bildbearbeitung selber dürfte hier viel mehr über „gute“ und „schlechte“ Bilder entscheiden als die Unterschiede, die ich im Vergleich meiner Muster gefunden habe.