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Epson P7000 Test
by Holger Wahl

Nikonian Holger Wahl
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Nikonian in der Schweiz

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  Epson P7000 Erfahrungsbericht - Bedienung
» Bewertung und Fazit
 
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Bewertung

Es ist erstaunlich, was ein kleines Gerät mit lediglich 8 Tasten und einem Funktionsrad alles kann. Dieser Bericht ist nicht einmal vollständig, da ich verschiedene Funktionen wie die Einbindung in Photoshop gar nicht verwende und daher auch nicht beschrieben habe. War meine erste Sorge beim Betrachten der Schachtel „wie willst Du denn einen Bericht zusammenkriegen über so ein kleines Teil?“, so habe ich nun eher Mühe, diesen Bericht so übersichtlich zu halten, dass der Leser nicht den Faden verliert, obwohl ich noch nicht einmal alle Funktionen detalliert beschrieben habe.

Mein persönlicher Eindruck des Espon P-7000 ist positiv. Sehr positiv sogar, daher will ich zuerst die wenigen Punkte erläutern, die mir persönlich nicht so gefallen habe, bzw. bei denen man mit realistischen Erwartungen an die Sache herangehen muss.

Handbuch – Das Handbuch sieht zwar gut aus, auch relativ umfassend, wenn man sich jedoch mit den einzelnen Funktionen auseinandersetzt, muss man feststellen, dass viele Funktionen nur sehr rudimentär beschrieben sind und Ausprobieren erforderlich ist, bis man Handhabung und mögliches Ergebnis umgesetzt hat. Positiv sind dagegen das Handling und die Menüführung des Viewers selber, so gesehen ist das Gerät fast selbsterklärend.

Fehlende Beleuchtung der Tasten – Nach einer Fotowanderung haben wir im Freundeskreis oft noch abends draussen die Bilder betrachtet und bewertet. Sobald es Dunkel ist, muss man sich jedoch auf seinen Tastsinn verlassen: die Bedienelemente des P-7000 sind nicht beleuchtet. Ich würde eine solche Beleuchtung sehr begrüssen, da der Viewer ja gerade auch an Orten eingesetzt werden kann, wo andere Infrastruktur fehlt.

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Fernsteuerung der Kamera – Das grosse Highlight des Gerätes weckt Erwartungen, die nur zum Teil erfüllt werden können. Die Tatsache, dass die Kamera über den Viewer ausgelöst werden kann, ist erfreulich. Sie ersetzt jedoch nicht eine vollständige Fernsteuerung der Kamera, wie es mit Camera Control möglich ist. Unter Studiobedingungen ist das Anschliessen eines Computers kein Problem, hier wird kaum jemand den Viewer verwenden. Interessant ist diese Funktion bei Landschafts- oder Naturaufnahmen mit Stativ, wenn wenig Material herumgeschleppt werden kann.
Auch ersetzt diese Funktion den Fernauslöser der Kamera nur teilweise: Langzeitbelichtungen mit Timer oder Feststellen des Auslösers beherrscht der Viewer nicht.

Das waren im Grossen und Ganzen auch schon die Punkte, die ich aus meiner subjektiven Sicht zu bekritteln habe.

Auf der Seite der guten Nachrichten ist die Liste deutlich länger:

Funktionalität, Handling und Geschwindigkeit – Der P-7000 ist ein hervorragendes Werkzeug für die mobile Sicherung und Verwaltung von Bildern. Die logische und einfache Bedienung, die Konzentration auf wenige, gut positionierte Elemente und die Geschwindigkeit machen den Viewer zu einem Hilfsmittel, das man gerne und oft einsetzt. Kleine Hilfen, wie z.B. die Darstellung der Bilder als Kacheln im Hintergrund, wenn man auf einen Bilderordner klickt, helfen enorm bei der Bedienung.

Vollständigkeit – Ich besitze kein Gerät, das so vollständig ausgeliefert wird. Lediglich einen zweiten oder dritten Akku wird man kaufen, wenn Mobilität ein zentrales Thema ist. Alles andere, vom Auto-Ladekabel über einen Fuss bis hin zum separaten Akku-Ladegerät (wenn nicht im Viewer selber geladen wird) ist in der Originalverpackung mit dabei.

Bildschirm – 4 Zoll klingt nicht nach viel, vor allem da die neueren Nikon-Modelle selber ja schon einen 3 Zoll grossen Bildschirm mit hoher Auflösung haben. Der Unterschied ist aber beeindruckend, die Bilder können dank des hervorragenden Bildschirms und einer einfachen Zoom-Funktion sehr gut betrachtet, kontrolliert und beurteilt werden.

Verbindung mit der Kamera – Habe ich oben bemängelt, dass der Funktionsumfang der Kamera-Verbindung eher mässig ausfällt, so muss ich unter den positiven Punkten noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass diese Funktion bei den am Markt erhältlichen Viewern erstens derzeit einzigartig ist, dass sie aber zweitens vor allem einen wirklich sinnvollen Zusatznutzen darstellt: einmal benötigt man für das normale Fernauslösen der Kamera kein zweites Gerät (Fernauslöser), vor allem aber ist die direkte Übertragung der Bilder zur Kontrolle auf dem Viewer eine herrliche Sache, wenn man vom Stativ fotografiert. Die sofortige Bildkontrolle auch ohne Laptop oder PC, die Möglichkeit, Bilder nach der Prüfung wiederholen zu können, ohne die Kamera zu bewegen (oder auch nur in die Nähe gehen zu müssen), das ist vor allem interessant, wenn die Kamera so tief oder hoch montiert ist, dass man den Bildschirm der Kamera selber nicht einsehen kann. Zudem besitzt nicht jeder die Camera Control Software von Nikon, so dass der Viewer für gelegentliches Fernsteuern der Kamera eine sehr gute Alternative darstellt.

Mobiles Album – Das ist die für mich eine zentrale Funktion, die eine unkomplizierte und schnelle Präsentation der vielen Bilder, die auf unseren Festplatten ruhen, erst so richtig ermöglicht. Für den Besuch bei Verwandten oder Freunden muss kein Laptop mitgenommen oder mühsam Beamer oder Fernseher angeschlossen werden, einfach alle Bilder und Alben in das kleine Gerät schieben, bei Oma an den Fernseher hängen, und schon kann die Diashow beginnen. Aber auch der Bildschirm des Viewers selber ist gross und vor allem hell und kontrastreich genug, dass Fotos in der Runde herumgereicht werden können, wie man das früher mit den Abzügen aus dem Labor konnte.

Sicherung – Die grundlegende Funktion des P-7000, und eine, für die alleine ich mir so ein Gerät schon anschaffen würde. Es ist eine enorme Erleichterung, während einer längeren Reise oder einer grossen Veranstaltung (Hochzeit etc.) die Speicherkarten zwischendurch sichern zu können. Nicht nur, um sie anschliessend wieder formatieren zu können, sondern auch, um schnell eine Kopie der Bilder zu haben. Oft sind Fotos unwiederbringlich, und jeder, der viel Fotografiert, ist wohl schon einmal ins Schwitzen geraten, wenn gegen Ende der kirchlichen Trauung die Kamera plötzlich einen Datenfehler meldet und der Computer sie im ersten Anlauf nicht lesen kann. Der P-7000 ermöglicht die Verwendung mehrerer, aber dafür kleinerer Karten, erstellt eine Sicherungskopie, während man mit der nächsten Karte weiterarbeitet, und sorgt so für eine Minimierung und Verteilung des Risikos von Schreib- und Lesefehlern. Und vor allem: den P-7000 hat man dabei, wenn man ihn braucht, und er wird auch verwendet, weil er schnell und unkompliziert ist. Mit meinem Laptop kann ich das alles auch machen, logisch, aber wie oft habe ich den Rechner im Auto gelassen, weil mir der Aufbau zu umständlich war oder ich keinen Platz hatte, wo ich das Gerät unbeaufsichtigt stehen lassen konnte, von der fehlenden Steckdose ganz abgesehen?

Multimedia – Zwar habe ich mittlerweile mehr Geräte zum Abspielen von Medien, als ich Ohren habe, speziell die Wiedergabe von Filmen ist jedoch eine Sache, die vor allem angesichts der Fähigkeiten von immer mehr Kameras, auch DSLR’s, nützlich und interessant ist. Analog zur oben beschriebenen mobilen Diashow gilt das selbe auch für die Präsentation von Filmen, egal ob auf dem Viewer selber oder als Mini-Videorecorder für den Anschluss an Beamer oder Fernseher.

Bildbearbeitung – Zwar bin ich kein Photoshop-Anwender und nutze daher die Bewertungsfunktion sowie die Optimierungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dieser Software nicht, aber bereits die Möglichkeiten wie Wasserzeichen oder auch Drehen und Ausschneiden sind nützlich, wenn ein Bild für eine Präsentation oder einen schnellen Druck verbessert werden soll.

Verzeichnisstruktur – Die Trennung des Sicherungsverzeichnisses von den anderen Verzeichnissen, in denen Bilder, Filme und Musik zur Präsentation verwaltet werden,  hört sich jetzt trivial an, trägt aber enorm zum einfachen, schnellen und zuverlässigen Einsatz des P-7000 bei. Beim Sichern muss man nichts einstellen, auswählen oder konfigurieren, nur die Auswahl von „Daten Sichern“ ist erforderlich, alles weitere macht das kleine Gerät. Umgekehrt habe ich im Verzeichnis meiner Bilder für die Präsentation freie Hand, kann beliebig Unterverzeichnisse vom Computer aus anlegen und so ein gut strukturiertes Fotoalbum aufbauen, das zudem mit 180 GB ein hohes Fassungsvermögen hat.

P7000 Menu
P7000 Slideshow

Fazit

Der P-7000 von Epson ist kein ganz billiges Gerät. Nach meinem Eindruck ist er aber sein Geld wert: Lieferumfang, Ausstattung, Qualität, Geschwindigkeit und das Handling sind hervorragend. Zudem kann der Viewer, ähnlich wie unsere Kameras, per Firmware-Update aktualisiert werden, so dass eine Optimierung der Funktionen oder möglicher Fehler auch nach dem Kauf gewährleistet ist.

Ein Gerät wie der P-7000 liegt sicherlich nicht zentral in der Wunschliste vieler Fotografen, mir ist es jedenfalls nicht anders gegangen. Das liegt nach meinem Eindruck aber vor allem daran, dass die meisten Amateure, aber auch so mancher Profi, zu wenig darüber wissen. Fotografieren kann man natürlich auch ohne einen P-7000, aber wie so viele kleine Werkzeuge erleichtert der P-7000 einerseits die Arbeit im Rahmen seiner Funktion als Sicherungsmedium, ermöglicht dazu aber Dinge, für die ich keine bessere Lösung kenne, wie z.B. als mobiles Fotoalbum, kleinen Kontroll-Bildschirm und neuerdings noch integrierten Fernauslöser.

Selten jedenfalls ist ein Zusatzgerät so schnell in die Familie aufgenommen worden wie der P-7000: vor allem für die Vorführung auf dem Fernseher oder Beamer, oder für eine schnelle Sicherung draussen in der Wildnis, will ihn niemand mehr missen.

So lautet denn mein persönliches Urteil auch: EMPFEHLENSWERT!

 
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