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Nikon D300 Erfahrungsbericht
von Romulo Lubachesky
Übersetzung und Ergänzungen von Thomas Berg 12/2008
Username: twberg
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Komprimierte RAW-Daten
Es gibt drei mögliche Einstellungen für der Rohdaten-Kompressionsgrad: unkomprimiert, verlustfrei komprimiert und verlustbehaftet komprimiert. Die meiste Zeit verwende ich die Einstellung verlustfreie Kompression. Nur wenn ein großer Dynamikumfang erfasst werden soll, stelle ich auf unkomprimiert um, denn dann brauche ich alle verfügbaren Reserven für die nachfolgende Bildbearbeitung.
Es ist auch möglich, die Rohdaten im TIFF-Format abzuspeichern, aber das führt zu voluminösen Dateigrößen, praktisch die dreifache Dateigröße eines verlustfrei komprimierten Bildes mit 12 bit Farbtiefe. Ziemlich unpraktisch, belegt nicht nur zuviel Platz auf der Speicherkarte, sondern auch später auf der Festplatte. TIFF würde ich wohl nur unter sehr speziellen Bedingungen wählen.
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D-Lighting
Als neue Funktion steht jetzt das aktive D-Lighting zur Verfügung, gedacht für Aufnahmesituationen, unter denen der Dynamikumfang des Sensors gerne überschritten wird, wie zum Beispiel Motive mit starken Kontrasten aus Sonnenlicht und tiefen Schatten.
Diese Funktion sieht recht vielversprechend aus, insbesondere im 14-bit-Modus. Man sollte aktives D-Lighting dennoch mit Bedacht einsetzen, denn der aktive Eingriff in die Belichtung zugunsten der Lichter und die Aufhellung der Schatten und Mitteltöne kann zu einem sichtbar höherem Rauschen in den aufgehellten Bildpartien führen.
Die Möglichkeiten für den Weißabgleich wurden durch kleine Maßnahmen weiter verbessert. So kann der Bildmonitor jetzt einzelne Kanäle des RGB-Histogramms anzeigen. Das erleichtert händische Korrekturen des Weißabgleichs und eine "Belichtung nach Histogramm".
Ich fotographiere nur im NEF-Format, weshalb solche Einstellmöglichkeiten wie Weißabgleich, Bildqualitätsoptionen oder Rauschminderung in der Kamera für mich nicht sehr von Bedeutung sind. Ich ziehe es vor, fällige Korrekturen später in der Software Nikon Capture NX vorzunehmen, übrigens ein ganz vorzügliches Bearbeitungswerkzeug!
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Zum Abschluß
Die Nikon D300 bietet mehr als ich von einer Kamera erwarte, sie ist ein würdiger Nachfolger der D200 zu einem angemessenen Preis in erschwinglicher Größenordnung.
Die meiner Meinung nach bedeutsamsten Veränderungen wären::
• Schärfe und Rauschverhalten bei hohen ISO-Empfindlichkeiten
• wahlweise 12 oder 14 bit Farbtiefe in RAW
• 12.3 Megapixel CMOS Bildsensor
• natürlichere Farben und feinere Farbabstufungen
• herausragende Leistung des neuen AF-Moduls mit 51 Messfeldern
• die Möglichkeit der AF-Feinanpassung für bis zu 9 Objektive
• mehr benutzerdefinierbare Tasten mit mehr Einstellmöglichkeiten
• Speicherung von Objektivdaten für manuelle Objektive und Auswahl über Funktionstaste
• spezielle Menüebene für eine persönliche Menüzusammenstellung
• hochwertiger Pentaprismensucher mit 100% Bildfelddarstellung
• grosszügiger LCD Bildmonitor mit hervorragender Auflösung
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Weitere Funktionen, die ich zwar weniger benutze, aber trotzdem für bemerkenswerte Verbesserungen halte, sind:
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Live-View Echtzeitdarstellung am Monitor
• Neuer Multifunktionshandgriff MB-D10
• Serienbildrate 6 Bilder/s
• TIFF Datenformat-Unterstützung
• Bildbearbeitung direkt in der Kamera (über Menü)
• High resolution videos capability ---- MUST BE DELETED FROM ORIGINAL, TOO
• Aktives D-Lighting
• 3D-Nachführung bei kontinuierlichem Autofokus (C-AF)
• Displayanzeigedaten auf LCD Monitor abbildbar
Die vollständigen Spezifikationen können Sie
hierherunterladen.
Sicherlich die beste Kamera in diesem Marktsegment (Erhebungsstand Ende 2007).
Ganz sicher aber eine erstklassige Wahl für alle, die mit DSLR von Nikon schon vertraut sind (die D300 ist sehr intuitiv zu bedienen), aber auch eine Verführung für Nutzer anderer Kameramarken.
Anfängern möchte ich sie ungerne empfehlen, denn die Bedienung ist durchaus komplex und setzt fotografische Erfahrung voraus. Man braucht einiges an Übung und Lesestunden mit der Bedienungsanleitung bis sich die volle Bandbreite ihrer Möglichkeiten in entsprechende Bilder umsetzen lässt.
Wer in Nordamerika lebt, hat es leicht und kann Workshops der Nikonians Academy
buchen. Dort lernt man den Umgang mit dieser fantastischen Kamera in kürzester Zeit.
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