Unsere guten Freunde bei ePhotocraft.com
waren so nett und haben sich bemüht, uns ein Testmodell zu besorgen. Zu
Vergleichszwecken habe ich meine D1 und D100 auch mitgenommen.
Das erste Ziel war die Rennbahn VIRginia International
Raceway. Am Abend machte ich einen Abstecher zur University of
Virginia, um ein Basketballspiel der Cavaliers zu schießen. Nach dem ersten
Test konnte ich mit meiner eigenen D2H bei einer Reise zur Rolex 24 Hours
of Daytona sowie einigen anderen Veranstaltungen weitere Erfahrungen
sammeln.
MOTOREN AN!
Motorsport fotografieren ist seit vielen Jahren eine
Leidenschaft von mir. Mit einer F4 angefangen, habe ich auch eine F5, eine
D1 sowie eine D100 benutzt. Als die D2H angekündigt wurde, war niemand
neugieriger auf dieses Modell wie ich. Die 8 bps waren schon sehr
interessant, aber noch verführerischer war das Aufnehmen von bis zu 40
Bildern und das AF-Modul MultiCAM2000. Diese Eigenschaften, zusammen mit
Features wie einem neuen Lithium-Batteriesystem, dem Hochformat-Sensor,
automatischer Dateirotation beim Downloaden mit Nikon Transfer,
verbesserter TTL-Blitzsteuerung (inklusive TTL FP-Synch) waren mehr als
genug, um die Begeisterung zu wecken.
Auf den 5,2 km des VIRginia
International Raceway kann man alles von Amateuren über AMA
Superbike-Profis bis Grand-Am Rolex Sports Car Series I finden. Als ich mit
der D2H da war, durfte ich Testfahrten von zwei Formula TR Autos
miterleben. Diese kleinen, "Open Wheel" Autos sind flink und
schnell - ideal als Testobjekte. Mein Hauptziel auf dem VIR war, die
Leistungsfähigkeit des CAM2000-Systems zu testen. Ich wurde nicht
enttäuscht.
Mit einem 80-200mm f/2,8 ED AF-S (hand gehalten) bzw.
einem AF-I 400mm auf einem Einbein-Stativ (gelegentlich auch mit Nikon
TC-20E 2x Telekonverter) platzierte ich mich möglichst weit gegen Ende der
Geraden, um die Autos bei ihrer höchsten Geschwindigkeit zu erwischen. Eine
hand gehaltene Radarpistole hat eine Geschwindigkeit von 192 km/h gemessen,
und zwar beschleunigend, als sie an meiner Position vorbeigefahren sind.
Hier habe ich alle 3 Kameras eingesetzt - D1, D100 und D2H. Aber auch bei
diesen hohen Geschwindigkeiten war die AF-Leistung hervorragend und sofort
merkbar. Für solche Verhältnisse - und mehr - ist diese Kamera ausgelegt.
Als die Autos in die Gerade fuhren, war der Autofokus
bei allen drei Modellen in der Lage, den Wagen leicht und schnell zu
erfassen. Den Unterschied merkte man, wenn die Wagen am Nächsten waren. Die
D1 mit dem CAM1300-Modul kann den Fokus viel näher halten als die D100.
Aber so gut sie auch ist, die D1 kann den Fokus bei einem sich schnell
bewegenden Autos nicht so lange halten, d. h., bis zur Kameraposition wie
die D2H es kann.