#4. "RE: Teil 3: Softwarekalibrierter Monitor" Als Antwort auf Als Antwort auf 3
Kaufbeuren, DE
Hallo Franz,
je genauer man schaut und einen Blick für Farben entwickelt, desto "g´schleckerter" wird man.
Früher hat man ja auch den Film genommen und das Labor, das einem die angenehmste Farbwiedergabe gebracht hat.
Mittlerweile kann man selber eben alles beeinflussen. Das erfolgt, denke ich schrittweise. Man probiert die Bildoptimierungen der Kamera aus. Und wenn man da eine passende gefunden hat, oder die Unterschiede kennt, ist es erst Mal gut.
Zweiter Schritt ist, bei der Nachbearbeitung selber am Bild optimieren. Je feiner man das vornehmen will, desto genauer muss die Wiedergabe am Monitor sein.
Wenn man dann das Gefühl hat, dass die Farbtöne "ständig" daneben liegen, empfiehlt es sich z.B. so ein ColorChecker Passport, den man dann vor Ort bei dem entsprechenden Licht abfotografiert. Der übernimmt dann die Kamerakalibrierung für diese Lichtsituation. Das ist dann einfacher, als nachher an den Farbrädchen zu drehen. Ich werde demnächst Mal versuchen, ein Beispiel dafür zu liefern.
Fraglich ist aber grundsätzlich, ob man diese natürliche Farbwiedergabe will oder braucht. Wir sind es gewohnt, sehr verschönte Bilder zu sehen. Meist wollen wir es ein wenig bunter, oder kontrastreicher haben als in natura.
Mir macht einfach auch der technische Hintergrund Spass und das Farbmanagement ist komplex genug dafür .
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