
Roeschenz, CH
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Das ist mal ein interessanter Vergleich! Und dass man mit der D700 bestens bedient ist, was die Auflösung betrifft, daran besteht nicht der geringste Zweifel. 99% meiner Fotos wären auch mit 6 MP noch überdimensioniert, weil sie nur online oder in kleinen Drucken enden.
Der "fehlende" Teil in der Argumentation ist Crop und Vergrösserung. Unser Hirn betreibt immer eine 1:1-Darstellung, schneidet nicht aus, vergrössert nicht (letzteres wäre allerdings eine sinnvolle Einrichtung, so eine Art digital-Zoom). Insofern ist der D800-Sensor zwar vollkommen überdimensioniert, wollte man ihn als Netzhaut-Ersatz in unsere Augen implantieren, sobald ich jedoch einen Druck 90 x 60 cm mache, blähe ich die Dichte der Bildpunkte so auf, dass es bei kleineren Pixel-Anzahlen zwangsläufig zur Interpolation der dann fehlenden Bildpunkte kommt.
Was ich mich immer wieder mal frage: Menschen sehen ja sehr unterschiedlich gut, selbst mit Brille. Es muss also welche geben (zu denen ich früher gehörte), die extrem scharf sehen und vielleicht daher auch immer schon Mittel- und Grossformat oder heute die D800 ins Auge gefasst haben, weil die Messlatte der eigenen Wahrnehmung, an der die Bilder gemessen werden, ziemlich hoch ist. Es muss aber auch viele geben, die eher mittelmässig sehen, für die eine extreme Auflösung eigentlich ein anderes Bild ergeben muss, als sie selber wahrnehmen können, was schön sein kann, was aber auch als "überschärft" wahrgenommen werden müsste. Wie empfindet Ihr die Bildschärfe allgemein im Vergleich zur Realität?
Holger - Nikonian in Switzerland
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